USA, Film

«Trauriger Verlust»: Kino-Ikone Robert Redford gestorben

16.09.2025 - 19:54:16 | dpa.de

Mit Filmen wie «Zwei Banditen», «Der große Gatsby» und «Jenseits von Afrika» wurde Robert Redford zur Schauspiel-Legende. Jetzt ist er im Alter von 89 Jahren gestorben - und die Filmwelt trauert.

Robert Redford war Schauspieler, Regisseur und ein engagierter Umweltschützer. (Archivbild) - Foto: Joel Ryan/Invision/AP/dpa
Robert Redford war Schauspieler, Regisseur und ein engagierter Umweltschützer. (Archivbild) - Foto: Joel Ryan/Invision/AP/dpa

Der Hollywoodstar Robert Redford ist tot. Der US-Schauspieler und Regisseur sei im Alter von 89 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Utah gestorben, teilte seine Sprecherin Cindi Berger der Deutschen Presse-Agentur dpa mit. Er sei «an dem Ort gestorben, den er geliebt habe, umgeben von denjenigen, die er geliebt hat», hieß es in der Mitteilung. «Er wird sehr vermisst werden.» Der zweifache Oscarpreisträger galt als eine der ganz großen Leinwand-Legenden. 

Fonda: Redford «stand für Amerika, für das wir kämpfen müssen»

Unzählige Kollegen, Freunde und Fans würdigten Redford - und verliehen ihrer Trauer online Ausdruck. «Einer der Löwen ist von uns gegangen», zitierte das Management der Hollywood-Schauspielerin Meryl Streep sie in einer Mitteilung an die dpa. «Ruhe in Frieden, mein lieber Freund.» Sie könne nicht aufhören zu weinen, seit sie vom Tod Redfords gehört habe, kommentierte Schauspielerin Jane Fonda. «Er hat mir viel bedeutet und war in jeder Hinsicht eine wunderbare Person. Er stand für ein Amerika, für das wir weiter kämpfen müssen.»

Der Schriftsteller Stephen King schrieb: «In den 70er und 80er Jahren war er Teil eines neuen und aufregenden Hollywoods. Kaum zu glauben, dass er 89 war.» Der Moderator Piers Morgan kommentierte: «Was für eine Karriere, was für ein Schauspieler, was für ein trauriger Verlust.» Die Schauspielerin Marlee Matlin bezeichnete Redford als «Genie».

Auch Trump würdigt Redford: «Fand ihn großartig»

Schauspieler Leonardo DiCaprio würdigte Redfords «unerschütterlichen Einsatz für den Schutz unseres Planeten» und Schauspielerin Julianne Moore schrieb, Redford sei der erste Filmstar gewesen, den sie je geliebt habe. Regisseur Ron Howard bedankte sich bei Redford für die «kreativen Entscheidungen», die dieser getroffen habe, und für die Gründung des Sundance Film Festivals. Redford sei eine «wahnsinnig einflussreiche kulturelle Figur» gewesen.

Schauspielerin Rosie O'Donnell schrieb auf Instagram: «Oh Hubbell - wir werden nie mehr dieselben sein - gute Nacht Bob - was für ein Vermächtnis.» Sie bezog sich damit auf den Liebesfilm «So wie wir waren», in dem Redford an der Seite von Barbra Streisand zu sehen ist - seine Figur im Film heißt Hubbell Gardiner.

Auch US-Präsident Donald Trump würdigte Redford. Der Schauspieler sei «großartig» gewesen, sagte Trump vor Journalistinnen und Journalisten in Washington. Eine Zeit lang habe es «keinen besseren» gegeben. «Es gab eine Zeitspanne, da war er der Heißeste. Ich fand ihn großartig.»

Von «Zwei Banditen» bis zu «Avengers: Endgame»

Der 1936 in Kalifornien geborene Redford wuchs als Sohn eines Buchhalters in einfachen Verhältnissen auf und arbeitete sich dann über viele Umwege in die Filmbranche. Den Durchbruch schaffte er in den 60er Jahren in der Western-Komödie «Zwei Banditen». Es folgten viele weitere Filme, in denen er immer wieder als charmanter Ganove und als romantischer Liebhaber glänzte. Spätestens mit den Filmen «Der große Gatsby» (1974) und «Jenseits von Afrika» spielte er sich in die Herzen von Millionen Fans weltweit. Den letzten Auftritt vor der Kamera lieferte er 2019 als Bösewicht in dem Superhelden-Spektakel «Avengers: Endgame» ab.

Daneben hatte Redford, der in zweiter Ehe mit der deutschen Malerin Sibylle Szaggars verheiratet war, immer wieder auch als Regisseur gearbeitet und sich als Umweltaktivist und Naturschützer eingesetzt. In den Rocky Mountains rief er 1980 das «Sundance Institute» ins Leben. Inzwischen ist das Sundance-Festival das größte US-Filmfest für unabhängige Produktionen.

Wahrer Reichtum entsteht meist abseits des Rampenlichts.

<b>Wahrer Reichtum entsteht meist abseits des Rampenlichts.</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen - Dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
unterhaltung | 68194263 |

Weitere Meldungen

Anstehendes Show-Ende: Stephen Colbert hat eine neue Aufgabe. Dafür nahm er schon vor einiger Zeit allen Mut zusammen und rief den bekannten Hollywood-Regisseur Peter Jackson mit einer Idee an. Ab Mai hat US-Satiriker Stephen Colbert Zeit für einen neuen Job. (Unterhaltung, 25.03.2026 - 10:25) weiterlesen...

Star Trek, Heavy-Metal und ins All: William Shatner wird 95. Kirk. Mit 95 Jahren gibt Schauspieler William Shatner keine Ruhe. Nun will er sich auch noch als Heavy-Metal-Musiker beweisen. Für Star-Trek-Fans in aller Welt ist er Captain James T. (Unterhaltung, 22.03.2026 - 04:30) weiterlesen...

Oscar gegen Putin – Russen streiten über die «Nobody»-Doku. Doch um den Film «Ein Nobody gegen Putin» und ihn selbst gibt es eine hitzige Debatte, sogar unter Kremlkritikern. Seinen Oscar für den besten Dokumentarfilm feiert der Russe Pawel Talankin ausgiebig. (Unterhaltung, 21.03.2026 - 09:14) weiterlesen...

Tod von Chuck Norris – Stars und Politiker nehmen Abschied. Vor wenigen Tagen noch witzelt Norris selbst darüber, dass er nicht älter werde. Beileidsbekundungen kommen aus dem Showbusiness und der Politik. Die Todesnachricht von Chuck kam überraschend. (Unterhaltung, 21.03.2026 - 00:12) weiterlesen...

Chuck-Norris-Witze: Kultstatus über den Tod hinaus. Daraus entwickelte sich eine ganze Reihe an Witzen und Memes, die Norris als Kultfigur etablierten. Chuck Norris wurde bekannt für Rollen als unerschütterlicher Actionheld. (Unterhaltung, 20.03.2026 - 17:12) weiterlesen...

Trump-Anhänger und Texas Ranger - Chuck Norris ist tot. In Hollywood boxte sich der Karate-Weltmeister hoch, war als Trump- und Waffenfan aber Außenseiter. Nun ist Norris 86-jährig gestorben. Die TV-Serie «Walker, Texas Ranger» machte Chuck Norris berühmt. (Unterhaltung, 20.03.2026 - 16:08) weiterlesen...