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Genuss zwischen Klimawandel, Gesundheitsvorsorge und KI / Wie is(s)t Deutschland 2040?

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 15:12 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Frankfurt am Main - Neue Nestlé Zukunftsstudie zeigt: Klimawandel wird zur Versorgungsfrage, Ernährung zur persönlichen Gesundheitsvorsorge und Künstliche Intelligenz zum Alltagsbegleiter. Genuss und Gemeinschaft bleiben unverhandelbar.

Genuss zwischen Klimawandel, Gesundheitsvorsorge und KI / Wie is(s)t Deutschland 2040? - Bild: presseportal.de
Genuss zwischen Klimawandel, Gesundheitsvorsorge und KI / Wie is(s)t Deutschland 2040? - Bild: presseportal.de

Klimawandel, Gesundheitsvorsorge und Künstliche Intelligenz werden grundlegend verändern, was und wie die Menschen in Deutschland im Jahr 2040 essen. Das zeigt die neue Nestlé Zukunftsstudie "Wie is(s)t Deutschland 2040?". Die Menschen stellen sich pragmatisch auf neue Bedingungen ein, sind offen für neue Rohstoffe, digitale Unterstützung und individuellere Ernährungslösungen. Gleichzeitig erwarten sie mehr von ihrem Essen als je zuvor. Es soll gesundheitsfördernd, verfügbar und alltagstauglich sein, vor allem aber gut schmecken, Lebensqualität bieten und Menschen zusammenbringen.

Die Studie zeigt drei grundlegende Entwicklungen: Der Klimawandel beeinflusst Verfügbarkeit, Preise und Produktion von Lebensmitteln. Künstliche Intelligenz entwickelt sich vom einzelnen Werkzeug zu einem steten Begleiter, der Ernährung, Gesundheitsdaten, Einkauf und Alltagsplanung miteinander verbinden kann. Zugleich bekommt Prävention eine neue Bedeutung: Die Menschen möchten vorsorgen und ihre tägliche Ernährung bewusst nutzen, um möglichst lange gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Bei aller Offenheit für Veränderung gibt es eine klare Konstante: Genuss ist nicht verhandelbar. 92 Prozent der Befragten bezeichnen Essen als wichtige Quelle von Genuss. 81 Prozent sagen, Essen sei am schönsten mit anderen. Und 78 Prozent sind überzeugt, dass Essen auch in Zukunft gut schmecken muss. In diesem Umfeld entsteht die Zukunft der Ernährung.

Daniela Wippler, Head of Consumer and Marketplace Insights & Analytics Nestlé Deutschland: "Die Studienergebnisse machen deutlich: Ernährung wird künftig vielfältiger, komplexer und stärker zur Frage von Orientierung, Vertrauen und Eigenverantwortung. Darin liegen Herausforderungen, aber auch Chancen, Ernährung der Zukunft aktiv mitzugestalten und Menschen in ihren Bedürfnissen zu unterstützen."

Alexander von Maillot, Vorstandsvorsitzender Nestlé Deutschland: "Wir wollen die Ernährung von morgen so mitgestalten, dass sie gesünder, widerstandsfähiger und alltagstauglicher wird, ohne das zu verlieren, was gutes Essen ausmacht - nämlich Freude, Genuss und Verbindung. Neue Lösungen müssen sich daran messen lassen, ob sie Geschmack, Lebensqualität und Gemeinschaft erhalten und gleichzeitig auf veränderte Realitäten und Bedürfnisse einzahlen. Die Weichen für 2040 stellen wir heute.

Wir treiben Innovationen voran, verbinden Menschen über unsere starken Marken, und schaffen zielgerichtete Angebote. Entscheidend ist, Veränderungen früh zu erkennen und gemeinsam mit Partnern skalierbare Lösungen zu entwickeln, die in der Breite funktionieren und Menschen im Alltag unterstützen."

Klimawandel: Vom Haltungsthema zur Versorgungsfrage

Der Klimawandel wird für die Menschen vom abstrakten Zukunftsrisiko zu einer konkreten Einflussgröße auf dem Teller. Extremwetter, Ernteausfälle und knapper werdende Ressourcen verändern, welche Rohstoffe verfügbar sind, wie stabil Lieferketten funktionieren und welche Preise Verbraucher:innen zahlen müssen. 65 Prozent erwarten, dass Klimawandel und Krisen Lebensmittel knapper, teurer und anfälliger für Lieferengpässe machen werden.

Die Menschen reagieren darauf nicht ausschließlich mit Sorge, sondern mit einer pragmatischen, veränderungsbereiten und innovationsoffenen Haltung. 55 Prozent erwarten, dass Menschen ihr Essverhalten an Klimafolgen und Verfügbarkeiten anpassen müssen. 43 Prozent könnten sich vorstellen, alternative Produkte zu nutzen, wenn klassische Rohstoffe wie Kaffee, Kakao oder Getreide knapp werden. Ebenso viele sind offen für Lebensmittel aus neuen Rohstoffen, beispielsweise fermentierte Proteine oder Algen.

Damit verändert sich auch das Verständnis nachhaltiger Ernährung. Im Mittelpunkt steht weniger die Frage, ob Ernährung Ausdruck einer bestimmten Haltung ist. Wichtiger wird, ob Lösungen im Alltag funktionieren und dazu beitragen, Versorgung, Qualität und Bezahlbarkeit zu erhalten. 68 Prozent sagen, dass sich nachhaltige Ernährung nur durchsetzen wird, wenn entsprechende Angebote bezahlbar, verfügbar und attraktiv sind. Möglichkeiten für neue, nachhaltigere Wege in der Landwirtschaft sehen 71 Prozent.

Diese Verschiebung zeigt sich auch im Vergleich mit der Nestlé Zukunftsstudie aus dem Jahr 2015, die auf das Jahr 2030 blickte. Damals erschien nachhaltige Ernährung stärker als moralische Werteentscheidung und Ausdruck des persönlichen Lebensstils. Mit Blick auf 2040 wird aus dieser Haltungsfrage zunehmend eine Frage der Resilienz: Wie können Menschen unter veränderten Bedingungen weiterhin gut essen? 71 Prozent der Befragten rechnen mit einer Zukunft, die vom Klimawandel und einem pragmatischen Umgang damit geprägt ist.

Gesundheitsvorsorge: Vom guten Vorsatz zur täglichen Vorsorge

Gesundheit wird zunehmend eine Aufgabe der persönlichen Zukunftssicherung. Die Menschen möchten Beschwerden nicht erst akut behandeln, sondern möglichst lange gesund, leistungsfähig und mental ausgeglichen bleiben. Ernährung wird dabei zu einem Hebel, den sie täglich selbst beeinflussen können. Gesund zu essen ist damit nicht länger nur ein guter Vorsatz, sondern wird Teil langfristiger Vorsorge und Selbstwirksamkeit.

Bereits heute sagen 67 Prozent: "Ich sollte mich gesünder ernähren." 68 Prozent erwarten, dass mentale Gesundheit künftig weiter an Bedeutung gewinnt. 44 Prozent glauben, dass viele Menschen ihre Ernährung im Jahr 2040 gezielt darauf ausrichten werden, körperlich und mental leistungsfähig zu sein.

Parallel wächst die Akzeptanz personalisierter Ernährung. 37 Prozent sehen darin ein wichtiges Instrument für den Erhalt der eigenen Gesundheit. 78 Prozent empfinden eine Zukunft mit einem starken Fokus auf individuelle Prävention als fortschrittlich. Statt allgemeiner Empfehlungen für alle erwarten die Menschen zunehmend Lösungen, die persönliche Bedürfnisse, Lebensphasen und verfügbare Gesundheitsinformationen berücksichtigen.

Dabei muss Gesundheitsvorsorge in den Alltag passen. 40 Prozent geben an, dass ihnen häufig die Zeit fehlt, sich so zu ernähren, wie sie es gerne möchten. 54 Prozent sind überzeugt, dass Spritzen oder Tabletten zur Gewichtsregulation künftig von mehr Menschen genutzt werden. Als Teil der alltäglichen Routine kann sich rund ein Drittel der Befragten vorstellen, Vorsorgeuntersuchungen an Gesundheitsstationen im Handel zu nutzen. Die Herausforderung besteht deshalb nicht darin, immer neue Anforderungen zu formulieren, sondern gesundheitsfördernde Entscheidungen einfacher, verständlicher und attraktiv zu machen

Künstliche Intelligenz: Vom Werkzeug zum Ökosystem

Künstliche Intelligenz wird nach Einschätzung der Befragten künftig tiefer in den Ernährungsalltag eingebunden sein. Digitale Systeme können Gesundheitsdaten auswerten, Empfehlungen geben, Einkäufe vorbereiten oder übernehmen und dabei helfen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Entscheidungen werden zunehmend unsichtbar, im Hintergrund vorbereitet, vorgeschlagen oder automatisiert und weniger selbst getroffen. Die Technologie verändert damit ihre Rolle: Aus einzelnen Apps und digitalen Services entsteht ein vernetztes Ökosystem für Ernährung und Gesundheit.

Die Offenheit ist besonders groß, wenn der Nutzen konkret und nachvollziehbar ist. 46 Prozent befürworten KI als persönlichen Ernährungsberater. 42 Prozent würden in Zukunft KI nutzen, um Gesundheitsdaten auszuwerten und daraus Empfehlungen abzuleiten. 34 Prozent nutzen KI bereits heute bei ihrer Kaufentscheidung. Die Akzeptanz beruht damit nicht allein auf Technologiebegeisterung, sondern auf dem Versprechen: weniger Aufwand, bessere Orientierung und stärker an persönlichen Bedürfnissen ausgerichtete Vorschläge.

Gleichzeitig gibt es aber auch Skepsis: 40 Prozent befürchten Kontrollverlust und Fremdbestimmung durch KI. 43 Prozent lehnen humanoide Roboter ab, die zu Hause selbstständig kochen. 38 Prozent möchten keine implantierten Sensoren nutzen, die dauerhaft Körperdaten erfassen. Die Menschen begrüßen Unterstützung, wollen aber nachvollziehen können, auf welcher Grundlage Empfehlungen entstehen und selbst entscheiden, welchem System sie vertrauen. Transparenz, Datensicherheit und Wahlfreiheit werden deshalb zu zentralen Voraussetzungen. Dabei sind jüngere Menschen eher bereit als ältere, Entscheidungen an verlässliche Systeme abzugeben, die sie für vertrauenswürdig halten. So können sich 33 Prozent der Jüngeren einen KI-Agenten zum Einkaufen vorstellen, aber nur 17 Prozent der Älteren. Der Übergang von Unterstützung zu Delegation wird damit zur zentralen Zukunftsentwicklung.

Nestlé als Gestalter der Zukunft

Genuss und Gemeinschaft als Zukunftsentwurf bleiben ein zentraler Maßstab für 69 Prozent der Befragten. Auch in einer stärker von Gesundheit, Technologie und Klimafolgen geprägten Ernährungszukunft müssen Geschmack und gemeinsame Erlebnisse ihren Platz behalten.

Aus den Ergebnissen der Studie leitet Nestlé drei zentrale Handlungsfelder ab:

Über die Studie

Für die Zukunftsstudie "Wie is(s)t Deutschland 2040?" hat Nestlé gemeinsam mit der Marktforschungsagentur Bonsai Research und Zukunftsforscher Prof. Peter Wippermann unter Einbezug der Expertise von 14 Fachleuten aus Trendforschung, Ernährung, Gesundheit, Landwirtschaft, Handel und Gesellschaft sowie kreativen Verbraucher:innen fünf gleichwertige und plausible Zukunftsbilder entwickelt (siehe Anhang). Anschließend wurden diese im Rahmen einer repräsentativen Online-Befragung im April 2026 von 1.581 Menschen in Deutschland bewertet.In den gezeichneten Zukunftsbildern sind die drei Megakräfte unterschiedlich stark ausgeprägt. Dazu gehören genussvolle und gemeinschaftliche Esskultur (Genuss und Gemeinschaft), individuelle Gesundheitsvorsorge (Preventive Health), pragmatische Ernährung unter Klimadruck (Klimarealismus), weitgehend automatisierte Convenience (Seamless Convenience) sowie technologiegestützte Leistungsoptimierung (Bio-Hacking). Die Zukunftsentwürfe können sich überschneiden und je nach Lebenssituation und Bedürfnissen unterschiedlich relevant werden. Die aktuelle Untersuchung knüpft an die Nestlé Zukunftsstudie aus dem Jahr 2015 an, die auf die Ernährung im Jahr 2030 blickte.

Bildmaterial zur Studie finden Sie auf unserem Flickr-Kanal.

ANHANG

Die fünf Zukunftsbilder der Nestlé Zukunftsstudie "Wie is(s)t Deutschland 2040?" auf einen Blick

Pressekontakt:

Nestlé Deutschland AG
Isabel Hörnle
Tel.: +49 (0)69 66 71 3682
E-Mail: isabel.hoernle@de.nestle.com

Original-Content von: Nestlé Deutschland AG übermittelt durch news aktuell

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