Mordverdacht - Mann nach Angriff auf Mutter in Psychiatrie
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 15:24 Uhr, dpa.deEr soll seine 76-jährige Mutter während eines Streits angezündet und getötet haben - deshalb muss ein 45-jähriger Mann jetzt vorläufig in eine Psychiatrie. Ein Haftrichter habe einen Unterbringungsbeschluss wegen Mordverdachts gegen ihn erlassen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Limburg der Deutschen Presse-Agentur.
Zur Prüfung der psychischen Gesundheit des Mannes und seiner Schuldfähigkeit war ein psychiatrisches Kurzgutachten eingeholt worden. Die Tat soll sich im Beisein der 103 Jahre alten Großmutter des Mannes ereignet haben, die schwer verletzt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann jedoch nur die Getötete angegriffen haben, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte.
Verdächtiger schweigt zu Vorwürfen
Wie es zu dem Streit kam und wie die Tat ablief, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte die Sprecherin. Der Mann selbst habe sich bisher nicht zu dem Geschehen geäußert. Weitere Angaben machten Staatsanwaltschaft und Polizei zunächst nicht.
Der 45-Jährige war nach der Gewalttat am Donnerstag zunächst geflüchtet, aber im Zuge einer Fahndung noch am Abend gefasst und festgenommen worden. Nach Polizeiangaben war den Beamten zunächst am frühen Abend ein Brand in einem Wohnhaus im Hünfeldener Ortsteil Kirberg gemeldet worden. Dort wurde die leblose 76-jährige Frau gefunden. Die 103 Jahre alte Großmutter des Mannes, die sich ebenfalls vor Ort aufhielt, wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Die Gemeinde Hünfelden im Landkreis Limburg-Weilburg hat knapp 10.000 Einwohner und liegt im Taunus, knapp 40 Kilometer nördlich der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Tat ereignete sich im Ortsteil Kirberg mit rund 2.400 Einwohnern. Der Ort ist für zahlreiche Fachwerkbauten und für seine restaurierte Burgruine bekannt. Auf Fotos war am Abend zu sehen, wie die Polizei Straßen absperrte und Ermittler Spuren an dem Wohnhaus sicherten.
