USA, Film

Mordanklage: Sohn von Regisseur Reiner weist Schuld zurück

23.02.2026 - 19:01:47 | dpa.de

Der gewaltsame Tod des «Harry und Sally»-Regisseurs Rob Reiner und seiner Frau im Dezember löste Bestürzung aus. Der Sohn des Paares ist wegen Mordes angeklagt - nun plädiert er auf «nicht schuldig».

  • Nick Reiner ist wegen zweifachen Mordes angeklagt. (Archivbild) - Foto: Richard Shotwell/Invision/AP/dpa

    Richard Shotwell/Invision/AP/dpa

  • Regisseur Rob Reiner und seine Frau Michele waren im Dezember 2025 tot aufgefunden worden. (Archivbild) - Foto: Peter Foley/EPA/dpa

    Peter Foley/EPA/dpa

  • Der gewaltsame Tod von Rob und Michele Reiner hat weltweit Bestürzung ausgelöst. (Archivbild)  - Foto: Evan Agostini/Invision/AP/dpa

    Evan Agostini/Invision/AP/dpa

  • Nick Reiner bei seiner Anklageverlesung: Er plädierte auf «nicht schuldig». - Foto: Chris Torres/Pool EPA/AP/dpa

    Chris Torres/Pool EPA/AP/dpa

  • Nick Reiner bei seiner Anklageverlesung: Er plädierte auf «nicht schuldig». - Foto: Chris Torres/Pool EPA/AP/dpa

    Chris Torres/Pool EPA/AP/dpa

  • Nick Reiner ist der jüngste Sohn von Rob und Michele Reiner. (Archivbild)  - Foto: Evan Agostini/Invision/AP/dpa

    Evan Agostini/Invision/AP/dpa

  • Der gewaltsame Tod von Rob und Michele Reiner hat weltweit Bestürzung ausgelöst. (Archivbild)  - Foto: Peter Foley/epa/dpa

    Peter Foley/epa/dpa

Nick Reiner ist wegen zweifachen Mordes angeklagt. (Archivbild) - Foto: Richard Shotwell/Invision/AP/dpaRegisseur Rob Reiner und seine Frau Michele waren im Dezember 2025 tot aufgefunden worden. (Archivbild) - Foto: Peter Foley/EPA/dpaDer gewaltsame Tod von Rob und Michele Reiner hat weltweit Bestürzung ausgelöst. (Archivbild)  - Foto: Evan Agostini/Invision/AP/dpaNick Reiner bei seiner Anklageverlesung: Er plädierte auf «nicht schuldig». - Foto: Chris Torres/Pool EPA/AP/dpaNick Reiner bei seiner Anklageverlesung: Er plädierte auf «nicht schuldig». - Foto: Chris Torres/Pool EPA/AP/dpaNick Reiner ist der jüngste Sohn von Rob und Michele Reiner. (Archivbild)  - Foto: Evan Agostini/Invision/AP/dpaDer gewaltsame Tod von Rob und Michele Reiner hat weltweit Bestürzung ausgelöst. (Archivbild)  - Foto: Peter Foley/epa/dpa

Der gewaltsame Tod von «Harry und Sally»-Regisseur Rob Reiner und seiner Ehefrau Michele kurz vor Weihnachten führte zu Bestürzung und Trauer weit über Hollywood hinaus. Nur wenige Stunden, nachdem die mit Messerstichen getöteten Eheleute in ihrem Haus in Los Angeles gefunden worden waren, nahm die Polizei deren jüngsten Sohn unter Mordverdacht in Gewahrsam. Jetzt nahm Nick Reiner erstmals öffentlich zu den Vorwürfen Stellung. 

Vor Gericht in Los Angeles plädierte der wegen Mordes angeklagte 32-Jährige auf «nicht schuldig». Zur Anklageverlesung am Montag (Ortszeit) erschien er mit kurz geschorenen Haaren in einem braunen Overall. Seit seiner Verhaftung im Dezember sitzt er in Untersuchungshaft. Im Gerichtssaal war er durch eine Glasscheibe von seinem Umfeld getrennt. Pflichtverteidigerin Kimberly Greene sprach für ihren Mandanten, Reiner äußerte sich nur einmal, um eine Frage der Richterin zu beantworten. Der nächste Gerichtstermin steht Ende April an. 

Reiner war nachts auf der Straße nahe einer Tankstelle festgenommen worden, rund sechs Stunden nachdem seine getöteten Eltern in einem Schlafzimmer in ihrer Villa im Stadtteil Brentwood entdeckt wurden. Die Staatsanwaltschaft hatte den 32-Jährigen Mitte Dezember wegen zweifachen vorsätzlichen Mordes angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haft, möglicherweise sogar die Todesstrafe. 

Mögliche Todesstrafe

Bezirksstaatsanwalt Nathan J. Hochman bekräftigte am Montag, dass er prüfen werde, ob in diesem Fall die Todesstrafe angemessen sei. Sie würden derzeit noch auf den abschließenden Bericht der Gerichtsmediziner warten. Angeklagte können in Kalifornien zum Tod verurteilt werden, die Vollstreckung von Todesstrafen ist in dem Bundesstaat allerdings seit Jahren ausgesetzt. 

«Rob Reiner war einer der größten Filmemacher seiner Generation», schrieb Hochman im Dezember in einer Mitteilung. Die Ermordung des Paares sei «schockierend und tragisch». «Dieser Fall ist herzzerreißend und zutiefst persönlich, nicht nur für die Reiner-Familie und deren Freunde, sondern für unsere gesamte Stadt», sagte Polizeichef Jim McDonnell damals. 

Sohn Nick sprach über Drogensucht

Nick Reiner hatte in der Vergangenheit immer wieder öffentlich über seinen Kampf gegen eine Drogensucht und über psychische Probleme gesprochen. Er sei als Teenager viele Male auf Entzug gewesen und habe häufig als Obdachloser auf der Straße gelebt, sagte er 2016 der Zeitschrift «People». 

Im Jahr zuvor hatte Rob Reiner mit «Being Charlie» einen Film über die schwierige Beziehung eines 18 Jahre alten drogenabhängigen Protagonisten namens Charlie und dessen Vater gedreht. An dem Drehbuch arbeitete Sohn Nick mit. Die Arbeit an dem Film sei wie eine gemeinsame Therapie gewesen, sagte der Regisseur damals der Zeitschrift «The New Yorker». Nick Reiner soll zuletzt in einem Gästehaus auf dem Grundstück seiner Eltern gelebt haben. 

Unzurechnungsfähigkeit als Prozessstrategie? 

Die Umstände werfen die Frage auf, ob Reiners Anwälte dessen psychischen Zustand für die Verteidigung heranziehen werden. Sie könnten argumentieren, dass der Angeklagte zur Tatzeit unter einer schweren seelischen Störung litt und statt Gefängnis eine Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung angemessen sei. Prozessbeobachter rechnen mit einem langwierigen Verfahren.

Rob Reiner, Regisseur von Filmhits wie «Harry und Sally», «Misery» und «Eine Frage der Ehre», war 78 Jahre alt. Seine Frau Michele (70) arbeitete als Fotografin und Filmproduzentin. Das seit 1989 verheiratete Paar hatte drei gemeinsame Kinder: Jake, Nick und Romy. Zudem adoptierte der Regisseur die Tochter seiner ersten Ehefrau Penny Marshall.

Der Verlust ihrer Eltern sei «schrecklich und verheerend», teilten Jake und Romy Reiner im Dezember in einer gemeinsamen Mitteilung mit. «Worte können nicht einmal ansatzweise den unvorstellbaren Schmerz beschreiben, den wir jeden Augenblick des Tages fühlen. Der schreckliche und verheerende Verlust unserer Eltern, Rob und Michele Reiner, ist etwas, das niemand jemals erleben sollte. Sie waren nicht nur unsere Eltern, sie waren unsere besten Freunde.»

Anzeige

Der wahre Reichtum entsteht meist abseits des Rampenlichts. Nutzt du schon das Wissen der Profis?

Während die Öffentlichkeit auf den Glamour schaut, vermehren clevere Investoren ihr Kapital diskret und strategisch im Hintergrund. Sichere dir genau diesen Informationsvorsprung. Der Börsenbrief 'trading-notes' teilt mit dir dreimal wöchentlich exklusive Markteinblicke und konkrete Handlungsempfehlungen.
100% kostenlos. 100% Expertenwissen.Trage deine E-Mail-Adresse ein und erhalte Zugang zu dem Wissen der Profis.
Jetzt abonnieren.

Weitere Meldungen

Winona Ryder übernimmt Rolle in Grusel-Hit «Wednesday» Hollywood-Star Winona Ryder tritt in der neuen Staffel des Netflix-Renners «Wednesday» auf - und trifft dabei auf alte Weggefährten. (Unterhaltung, 23.02.2026 - 19:28) weiterlesen...

Medien: «Grey's Anatomy»-Star Eric Dane gestorben. 2025 gab er bekannt, an der unheilbaren ALS-Krankheit zu leiden. US-Medien zufolge starb er jetzt mit 53 Jahren. Eric Dane wurde als Arzt in der Krankenhausserie «Grey's Anatomy» berühmt. (Unterhaltung, 20.02.2026 - 06:41) weiterlesen...

Adrien Brody und Mikey Madison als Oscar-«Presenter» benannt. Nun benennt die Filmakademie die ersten Helfer, die bei der Gala als «Presenter» auf der Bühne stehen. Den Auftakt machen vier Oscar-Preisträger. Mitte März werden die Oscars verliehen. (Unterhaltung, 19.02.2026 - 21:02) weiterlesen...

Bieterkampf: Warner spricht mit Paramount über neues Gebot. Mit der Aussicht auf mehr Geld erreichte sie neue Gespräche. Die Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison will ihren Hollywood-Konzern Paramount unbedingt mit Warner Brothers fusionieren. (Wissenschaft, 17.02.2026 - 16:34) weiterlesen...

Dokumentarfilm-Legende Frederick Wiseman gestorben. Seine preisgekrönten Werke zeigen vor allem die oft brutalen Zustände in sozialen Einrichtungen der USA. Nun starb der Filmemacher in hohem Alter. Er war einer der Großen des Dokumentarfilms. (Unterhaltung, 17.02.2026 - 13:27) weiterlesen...

«Geborener Schauspieler» - Hollywood würdigt Robert Duvall. Nach seinem Tod mit 95 Jahren verbeugen ehemalige Wegbegleiter und weitere Stars sich vor ihm. Ob in der «Der Pate» oder «Apocalypse Now» - Robert Duvall war einer der großen Schauspieler Hollywoods. (Unterhaltung, 17.02.2026 - 07:40) weiterlesen...