Erste Hilfe digital / Notfälle besser meistern mit Apps und Virtual Reality
10.06.2024 - 04:15:00 | presseportal.deSprecherin: Am besten lernen wir nach wie vor in einem persönlichen Kurs, in dem wir die Erste Hilfe praktisch üben können. Doch auch digitale Medien können sinnvoll sein, etwa Online-Kurse auf Youtube, sagt Laura Patz von der Apotheken Umschau:
"Zum Beispiel von der AOK oder von Kreisverbänden vom Deutschen Roten Kreuz. Vom Österreichischen Roten Kreuz gibt es auch Youtube-Videos, die man an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen zugeschickt bekommt und so Schritt für Schritt angeleitet wird, wie man sich bei einem Unfall am besten verhält."
Sprecherin: Es gibt auch spezielle Apps, etwa vom Roten Kreuz oder von den Maltesern. Sie liefern Hintergrundwissen und führen interaktiv durch eine Notfallsituation:
"Das kann hilfreich sein, wenn man der Typ Mensch ist, der in einer Notfallsituation einen kühlen Kopf bewahrt und so auch die App in Ruhe bedienen kann. Die meisten Menschen sind in so einem Moment aber zu gestresst dafür. Dann sollte man lieber direkt die 112 anrufen, da wird man am Telefon von einer geschulten Person angeleitet."
Sprecherin: Die Techniker Krankenkasse hat zusammen mit dem Deutschen Rat für Wiederbelebung eine Virtual-Reality-App für Smartphones entwickelt:
"Mithilfe einer VR-Brille, die man trägt, wird man durch die App quasi direkt in eine Notfallsituation versetzt, in der man dann Erste Hilfe üben kann. Das dauert dann etwa zehn Minuten, man kann das kostenlos von zu Hause aus machen. Es wird wohl auch in der Ausbildung von Notärztinnen und Notärzten eingesetzt. Man benötigt dafür allerdings ein Smartphone und Zugang zu einer VR-Brille."
Abmoderation: Digitale Medien können ein Baustein sein, um die Menschen zur Ersten Hilfe zu ermutigen, schreibt die Apotheken Umschau. In Dänemark etwa ergreifen 80 Prozent der Laien bei Notfällen lebensrettende Sofortmaßnahmen, in Deutschland nur gut 50 Prozent. Dort gibt es neben einem landesweiten Ersthelfersystem per App auch seit fast zwanzig Jahren landesweit verpflichtenden Wiederbelebungsunterricht in Schulen.
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Katharina Neff-Neudert
Unternehmenskommunikation
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