Lionel Messi, Argentinien Nationalmannschaft

Abschiedsspiel Lionel Messi: Argentinien beruft Superstar trotz Rücktritt für drei Testspiele

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 23:37 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Lionel Messi steht trotz Rücktritt erneut im Kader der argentinischen Nationalmannschaft für drei Freundschaftsspiele. Der Verband plant für den Weltstar einen besonderen Abschied vor heimischem Publikum.

Könnte doch noch einmal für Argentinien spielen: Lionel Messi. (Archiv-Foto) - Bild: Tom Weller/dpa
Könnte doch noch einmal für Argentinien spielen: Lionel Messi. (Archiv-Foto) - Bild: Tom Weller/dpa

Trotz seines Rücktritts aus der Nationalmannschaft steht Lionel Messi erneut im Aufgebot Argentiniens für drei anstehende Freundschaftsspiele.

Scaloni beruft Messi für drei Testspiele

Nationaltrainer Lionel Scaloni hat den 39 Jahre alten Superstar in seinen Kader für eine Serie von Testspielen berufen. Auf dem Programm stehen Partien gegen Bolivien, Burkina Faso und Benin. Damit könnte Messi nach seinem erklärten Karriereende im Nationaltrikot doch noch einmal für Argentinien auflaufen.

Geplante Abschiedspartie gegen Benin

Verbandspräsident Claudio Tapia erklärte, Messi habe die Einladung für das Duell mit Benin am 6. Oktober in Buenos Aires angenommen. Diese Begegnung ist als besonderes Abschiedsspiel für den Weltmeister von 2022 vorgesehen. Messi selbst hat sich zu seiner Rückkehr in die Auswahl bislang nicht geäußert.

Fans hatten WM-Finale als Abschied gesehen

Viele Anhänger in Argentinien waren bisher davon ausgegangen, dass Messis letzter Einsatz im Nationaltrikot das verlorene WM-Finale gegen Spanien in diesem Sommer gewesen sei. Mit der nun geplanten Abschiedspartie erhält dieser Karriereabschnitt eine neue, offizielle Schlussnote.

Drei Spiele, ein großer Abschied

Vor dem Treffen mit Benin bestreitet Argentinien am 30. September in Córdoba ein Freundschaftsspiel gegen Bolivien und trifft am 3. Oktober in Buenos Aires auf Burkina Faso. Für die dritte Partie mit Benin sind nach Angaben Tapias alle Weltmeister von 2022 sowie deren Familien eingeladen, um den «letzten Tango des weltbesten Spielers» mitzuerleben.

Abschied eines Ausnahmespielers

Der geplante Einsatz von Lionel Messi in den argentinischen Freundschaftsspielen markiert einen besonderen Moment im internationalen Fußball. Nachdem der 39-Jährige seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat, dient die erneute Nominierung vor allem einem würdigen Abschied vor heimischem Publikum. Dass der Verband hierfür gleich drei Spiele ansetzt, unterstreicht die außergewöhnliche Bedeutung Messis für den argentinischen Fußball und für die Nationalmannschaft.

Sportlich stehen die Partien gegen Bolivien, Burkina Faso und Benin nicht im Zeichen großer Konkurrenz, sondern im Zeichen der Inszenierung. Freundschaftsspiele bieten die Möglichkeit, taktische Experimente zu wagen und jüngere Spieler einzubinden. Gleichzeitig ermöglichen sie eine feierliche Bühne, auf der ein Weltmeister von 2022 und vielfacher Titelträger verabschiedet werden kann. Die Einladung aller Weltmeister von 2022 samt ihrer Familien zeigt, dass der Verband dieses Ereignis als generationenübergreifendes Fest begreift.

Bedeutung für Mannschaft und Fans

Für die aktuelle Auswahl Argentiniens kann ein solches Abschiedsspiel Identität stiften. Die Spieler erleben den Übergang von einer Ära, die stark von Messi geprägt war, hin zu einer Mannschaft, die künftig ohne ihn auskommen muss. Der emotionale Rahmen mit dem „letzten Tango“ dürfte sowohl im Stadion als auch landesweit große Aufmerksamkeit erzeugen. Viele Fans hatten das verlorene WM-Finale gegen Spanien bereits als endgültigen Schlusspunkt wahrgenommen; der Verband setzt nun bewusst einen anderen, kontrollierten, positiven Schlusspunkt.

Signalwirkung für den Weltfußball

International reiht sich ein offizielles Abschiedsspiel in eine Reihe großer Karriereabschlüsse von Ikonen des Sports ein. Der Vorgang verdeutlicht, wie Verbände versuchen, die Vermarktung von Stars und die emotionale Bindung der Anhänger zu verbinden. Für Messi bleibt wichtig, ob und wie er sich öffentlich zu der erneuten Einladung äußert. Sein tatsächlicher Auftritt würde den Status Argentiniens als Fußballnation und seine eigene Rolle in der Geschichte zusätzlich symbolisch stärken.

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