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News, Bundespolizei im Bahnhof

Bundespolizei sieht die Pandemie als Bedrohung für ihre Leistungsfähigkeit

14.03.2020 - 18:22:54

Die durch Corona weltweit ausgelöste Pandemie stellt eine Bedrohung für die Leistungsfähigkeit der Polizei dar.

Dieter Romann, der Präsident der Bundespolizei, sprach gegenüber der Zeitung „Welt am Sonntag“ über Corona als Krise, die nicht nur das Gesundheitswesen bedrohe, sondern auch die Ordnung und die Sicherheit in Deutschland.

Er erklärte dies damit, dass außer den im Gesundheitssystem tätigen Mitarbeitern auch die Polizisten der einzelnen Länder sowie die Bundespolizei in vorderster Front stünden. Er nannte beispielhaft die Verstärkung bei den Kontrollen an Flug- und an Bahnhöfen.
Auf jeden Fall müsse man darauf achten, dass „die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems“ gewahrt bliebe. Ebenso gelte dies für die einzelnen Polizeien des Bundes und der Länder. Romann führte weiter aus, Corona-Patienten in den Reihen der Polizei würden schnell entsprechende Konsequenzen haben. Schließlich seien Polizeibeamte nicht nur mit ihren Kollegen viel in Kontakt, sondern auch mit normalen Bürgern. Sei dies der Fall müssten die Kollegen in Quarantäne, auch wenn man sich nicht sicher sei, ob sie sich infiziert hätten. Romann bezieht sich damit auf einen konkreten Verdachtsfall in den Reihen der Bundespolizei. Hier hatte man mehr als 200 Personen ermittelt, die bei der Bundespolizei mit dem Erkrankten in Kontakt gestanden hatten. An vielen Orten sind auf Nachfrage hin gerade im Bereich der Sicherheit schon Corona-Fälle aufgetreten. Drei Erkrankungen bei der Bundespolizei waren bis zum Donnerstagabend bestätigt worden. Darüber hinaus spricht man von nicht bestätigten Verdachtsfällen. Hierbei handelt es sich um 82 Personen. Wie das Bundeskriminalamt bestätigte, gibt es einige erkrankte Mitarbeiter in der Hauptstadt Berlin. Man habe eigens einen Krisenstab eingerichtet. Dieser sei dazu da, die Gesundheit und damit die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Auch sei es wichtig, darauf zu achten, dass die Arbeitsfähigkeit in allen Kernbereichen zu jeder Zeit sichergestellt sei. Von Seiten des Bundesamts für Verfassungsschutz hörte man nur, alle notwendigen Maßnahmen würden ergriffen, damit die nötigen Aufgaben wahrgenommen werden könnten. Auch das Innenministerium gab eine Erklärung ab. Es sagte, bei den Sicherheitsbehörden sei die volle „Funktionsfähigkeit“ gegeben. Mehr als 12 Fälle wurden bisher bei der Bundeswehr gemeldet. Auch diese wird immer wieder um Unterstützung gebeten. In Nordrhein-Westfalen äußerte sich das Innenministerium über „wenige Verdachtsfälle und vereinzelt auch bestätigte Erkrankungen“, die es im Geschäftsbereich gebe. Die Berliner Innenbehörde sieht die Lage als sehr dynamisch an. Die Innenbehörde unterstrich, es sei „nicht seriös“, über Verdachtsfälle oder Erkrankungen Aussagen zu machen. In Bayern stehen 58 Polizisten unter Quarantäne. Bis Freitag sprach man dort in den Reihen der Polizei von zwei erkrankten Polizisten. Die Innere Sicherheit sei vollumfänglich gewährleistet, so ein Sprecher. Man setze alle Regeln „konsequent“ und „ohne Abstriche“ um. Auch gefordert ist der Justizvollzug. Ein Sprecher sagte, Bedienstete und Gefangene in NRW seien schon in Quarantäne. Es gäbe auch keine Personal-Engpässe. Jede Justizvollzugsanstalt habe Pandemiepläne. In der Justizverwaltung Berlins wurden ebenfalls zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen umgesetzt. Jedoch seien bisher keine Fälle von Corona gemeldet, so ein Sprecher in einem Statement.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, A & Omega

@ ad-hoc-news.de