Warnung vor Betrug durch falsche Handwerker - insbesondere bei Haustürgeschäften mit angeblichen Dachdeckern
15.06.2026 - 09:49:44 | presseportal.de
Die Täter sprechen ihre Opfer direkt an der Haustür an und behaupten, beim Vorbeifahren Schäden am Dach oder an der Dachrinne entdeckt zu haben. Dabei wird häufig ein angeblich akuter Handlungsbedarf dargestellt, etwa durch Hinweise auf drohende Wasserschäden oder bauliche Gefahren. Ziel ist es, Betroffene zu einer sofortigen Beauftragung zu bewegen.
Im Rahmen dieser Haustürgeschäfte werden zunächst verlockende und vergleichsweise günstige Preise genannt. Nach Beginn der Arbeiten steigen die finanziellen Forderungen jedoch deutlich an. In vielen Fällen werden zwischenzeitlich bereits hohe Beträge verlangt, verbunden mit der Forderung nach sofortiger Zahlung in bar oder per EC-Karte, häufig unter erheblichem Zeit- und Entscheidungsdruck. Teilweise werden Arbeiten nur unzureichend oder nicht fachgerecht ausgeführt. In einzelnen Fällen brechen die Personen die Arbeiten nach Teilzahlungen ab und sind anschließend nicht mehr erreichbar.
Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um überregional agierende, reisende Tätergruppen, die bundesweit im Bereich von Haustürgeschäften tätig sind. Die Anreisen erfolgen aus verschiedenen Regionen Deutschlands. Die Gruppen treten arbeitsteilig und in wechselnder Zusammensetzung auf. Es bestehen Hinweise auf einen Auslandsbezug einzelner tatverdächtiger Personen, insbesondere nach Osteuropa. Auffällig ist zudem die überwiegende Nutzung von Transportern, häufig im gewerblichen Erscheinungsbild und mit wechselnden, auswärtigen deutschen Kennzeichen.
Die Polizei rät:
Insbesondere ältere Menschen werden gezielt von den Betrügern angesprochen und sind daher vermehrt gefährdet.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und Hinweise zu verdächtigen Personen oder Vorfällen. Sollten Ihnen derartig unseriöse "Haustürgeschäfte" angeboten werden, melden Sie dies unmittelbar Ihrer örtlich zuständigen Polizeidienststelle.
Rückfragen bitte an:
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Kerstin Klein
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