Katastrophenschutz, Polizei KATS-LKMZG: Zugunglück, Stromausfall, Gefahrstoff-Freisetzung: Der Katastrophenschutz-Führungsstab probt für den Ernstfall
04.02.2026 - 14:00:00
Merzig - Die Flutkatastrophe im Ahrtal, das Pfingsthochwasser in mehreren Regionen des Saarlandes sowie zuletzt der großflächige Stromausfall in Berlin haben eindrücklich gezeigt, wie schnell komplexe Notlagen entstehen können. Vor diesem Hintergrund hat der Katastrophenschutz-Führungsstab des Landkreises Merzig-Wadern am 31. Januar wieder eine umfangreiche Stabsrahmenübung des Katastrophenschutz-Führungsstabes durchgeführt. Das Ziel: die Führungs- und Entscheidungsstrukturen zu trainieren und weiter zu festigen - vor allem bei einer besonders komplexen Schadenslage mit mehreren parallel ablaufenden Ereignissen. Das zugrunde gelegte Szenario stellte dabei hohe Anforderungen an alle Beteiligten: Ein schweres Zugunglück, ein großflächiger Stromausfall sowie eine Gefahrstoff-Freisetzung ereigneten sich zeitgleich und beeinflussten sich gegenseitig. Eine solche Mehrlagen-Situation erfordert eine kontinuierliche Lagebewertung, Priorisierung sowie die enge Abstimmung zwischen dem Katastrophenschutz-Führungsstab und den Einsatzkräften vor Ort. Dementsprechend wurden insbesondere die Koordination der Einsatzmaßnahmen, die Ressourcensteuerung, die Informationsgewinnung sowie die Krisenkommunikation trainiert. Der Führungsstab wird bei besonders schweren oder unübersichtlichen Großschadenslagen oder bei Katastrophen eingesetzt, um die Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte zu koordinieren. Dabei sammelt und bewertet er Informationen, legt Schwerpunkte fest, verteilt Aufgaben und stellt sicher, dass Personal, Material und Unterstützung dort eingesetzt werden, wo sie am dringendsten benötigt werden. Zudem unterstützt der Führungsstab die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung und gewährleistet eine klare und verlässliche Informationsweitergabe nach innen und außen. An der Übung beteiligt waren die Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), der Malteser Hilfsdienst (MHD), die DRK-Wasserwacht, das Technische Hilfswerk (THW), die Polizei, die Bundeswehr, die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) sowie die Kreisverwaltung des Landkreises Merzig-Wadern. Thomas Jager, Kreisbrandinspekteur und Leiter des Führungsstabes, und Übungsleiter Christian Thul betonten, dass solche Übungen ein wesentlicher Bestandteil der Vorsorge seien. Sie ermöglichten es, Abläufe zu überprüfen, Schnittstellen zu verbessern und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Katastrophenschutzes im Landkreis Merzig-Wadern zu gewinnen - mit dem Ziel, im Ernstfall schnell, koordiniert und wirksam handeln zu können.
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