Bundesliga, Deutschland

Trainer Bauer vor dem Aus: Wolfsburg verliert gegen Hamburg

07.03.2026 - 17:35:12 | dpa.de

Wolfsburg wollte das Spiel gegen den HSV unbedingt gewinnen - für den Klassenerhalt und den glücklosen Trainer. Doch es gibt eine Heimpleite. Stuttgart und Leverkusen lassen Punkte liegen.

  • Wolfsburgs Trainer Daniel Bauer muss um seinen Job bangen. - Foto: Andreas Gora/dpa
    Wolfsburgs Trainer Daniel Bauer muss um seinen Job bangen. - Foto: Andreas Gora/dpa
  • Abstiegskampf pur zwischen dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV. - Foto: Andreas Gora/dpa
    Abstiegskampf pur zwischen dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV. - Foto: Andreas Gora/dpa
  • Bejubelt seinen Rekordtreffer: Freiburgs Vincenzo Grifo.  - Foto: Achim Keller/dpa
    Bejubelt seinen Rekordtreffer: Freiburgs Vincenzo Grifo. - Foto: Achim Keller/dpa
  • Serhou Guirassy (l) schoss den BVB in Führung. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Serhou Guirassy (l) schoss den BVB in Führung. - Foto: Federico Gambarini/dpa
  • Nach dem Spiel entlud sich der Ärger der Wolfsburger Fans. - Foto: Andreas Gora/dpa
    Nach dem Spiel entlud sich der Ärger der Wolfsburger Fans. - Foto: Andreas Gora/dpa
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Der VfL Wolfsburg taumelt weiter dem Absturz in die Zweitklassigkeit entgegen und steht wohl vor dem nächsten Trainerwechsel. Der Werksclub verlor seine zum «Endspiel» ausgerufene Heimpartie gegen den Hamburger SV mit 1:2 (1:1) und droht als Tabellenvorletzter der Fußball-Bundesliga den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren. Daniel Bauer, der das Team im November als Interimscoach übernommen hatte und in der Winterpause zum Cheftrainer befördert wurde, dürfte nach der sechsten Niederlage in den vergangenen sieben Spielen seinen Posten verlieren. 

VfL-Sportdirektor Pirmin Schwegler kündigte bei Sky Entscheidungen am Sonntag an. «Jetzt müssen wir wirklich erst mal das alles ein bisschen sacken lassen, dann Gespräche führen und dann werden wir, wenn es was zu sagen gibt, dann auch was sagen», erklärte er. Nach dem Schlusspfiff kam es zu einer Rudelbildung von Spielern auf dem Rasen, der Wolfsburger Ersatztorwart Marius Müller sah die Rote Karte. Im Wolfsburger Fanblock wurde Pyrotechnik gezündet, einige Fackeln flogen auch Richtung Platz.

Dortmund gewinnt in Überzahl

Im Topspiel meldete sich der Tabellenzweite BVB nach den schmerzhaften Niederlagen gegen Bergamo und die Bayern zurück. Die Dortmunder gewannen beim 1. FC Köln 2:1 (1:0). Serhou Guirassy (16. Minute) und Maximilian Beier (60.) trafen für das Team von Trainer Niko Kovac, das in der zweiten Halbzeit einen Mann mehr auf dem Platz hatte. Kölns Jahmai Simpson-Pusey sah kurz vor dem Wechsel (45.+2) die Rote Karte für ein grobes Foulspiel. Jakub Kaminski gelang noch der späte Anschlusstreffer (88.). In Köln wird der Druck auf Trainer Lukas Kwasniok weiter wachsen.

Die TSG 1899 Hoffenheim festigte zuvor durch ein 4:2 (2:0) beim voraussichtlichen Absteiger 1. FC Heidenheim ihren dritten Tabellenplatz. RB Leipzig drehte das Heimspiel gegen den FC Augsburg nach einem Rückstand in ein 2:1 (0:1) und darf weiter auf die Champions-League-Qualifikation hoffen. Der VfB Stuttgart musste sich dagegen beim FSV Mainz 05 mit einem 2:2 (0:1) begnügen. Auch für Bayer Leverkusen war das 3:3 (2:2) beim SC Freiburg im Rennen um die Königsklassen-Plätze zu wenig. 

Strafstöße prägen Spiel in Wolfsburg

In Wolfsburg sahen die Zuschauer, von denen viele HSV-Fans waren, eine von Foulelfmetern geprägte Partie. Zuerst brachte Christian Eriksen (22.) den VfL vom Punkt in Führung, dann glich der gefoulte Luka Vuskovic (33.) ebenfalls per Strafstoß für Hamburg aus. Nach dem Seitenwechsel wurde Vuskovic im Strafraum erneut gefoult - den fälligen Elfmeter verwandelte Jean-Luc Dompé (58.).

Die Hoffenheimer gaben sich in Heidenheim keine Blöße und beendeten ihre kleine Ergebniskrise. Als Doppel-Torschütze glänzte Alexander Prass (26., 45.+1), außerdem trafen Fisnik Asllani (49.) und Tim Lemperle (78.). Heidenheim kam nur zu zwei Treffern von Luca Kerber (63., 84.).

Die Stuttgarter taten sich in Mainz schwer und lagen durch einen Gegentreffer von Jae-Sung Lee (39.) mit 0:1 zurück. Nach dem Seitenwechsel drehte der VfB zunächst die Partie, es trafen Ermedin Demirovic (76.) und Deniz Undav (77.). In der Nachspielzeit sorgte der Mainzer Danny da Costa (90.+1) aber für das 2:2.

Rekordtor für Freiburgs Grifo

In Leipzig vergab Keven Schlotterbeck in der 23. Minute zunächst die große Chance zur Augsburger Führung, als der Abwehrspieler einen Elfmeter verschoss. Sein Teamkollege Robin Fellauer macht es später mit dem Tor zum 1:0 (39.) besser. Leipzig gelang dank des starken Yan Diomande (76.) und eines Eigentors von Arthur Chaves (90.+2) doch noch der Sieg.

Den Torreigen in Freiburg eröffnete SC-Profi Vincenzo Grifo (34.), der mit seinem 105. Pflichtspieltor zu Ex-Profi Nils Petersen in der ewigen SC-Torjägerliste aufschloss. Außerdem trafen für die Gastgeber Yuito Suzuki (43.) und Mathias Ginter (86.). Für Leverkusen waren Christian Kofane (37.), Alejandro Grimaldo (45.+3) und Martin Terrier (52.) erfolgreich.

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