Staatsministerin kritisiert Sparpläne bei Integrationspolitik
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 08:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deSo soll es im Haushalt von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) künftig für Integrationskurse nur noch 600 Millionen Euro geben, statt wie bisher rund eine Milliarde. "Das sehe ich sehr kritisch", so Pawlik. "Denn wir müssen Integration als essentiell für das Wachstum, den Wohlstand und den Zusammenhalt in unserem Land betrachten. Wenn wir an der Integration sparen, kostet uns das langfristig viel mehr." In den Kursen lernen Zugewanderte die deutsche Sprache und erhalten Grundwissen über die deutsche Gesellschaft.
Die Folgen der finanziellen Einschnitte im Integrationssektor seien dramatisch: "Viele Träger, die derzeit im Integrationskursbereich tätig sind, denken darüber nach, aufzuhören, weil sie die Arbeit schlicht nicht mehr finanzieren können. Zahlreiche Menschen, die zu uns kommen, haben keinen Zugang mehr zum Spracherwerb und brauchen so viel länger, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Echte Integration kann so nicht gelingen", sagte Pawlik. "Die beste Integrationspolitik ist gute Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik. Wenn wir da keine Verbesserungen schaffen, sondern im Gegenteil sogar noch sparen, ist das fatal."
