Pistorius, Russland

Pistorius: Russland zeigt erhöhte PrÀsenz in Ostsee

05.12.2024 - 09:37:41

Russland zeigt nach Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius seit einiger Zeit erhöhte PrÀsenz in der Ostsee.

Die Anwesenheit der russischen Marine und ziviler Schiffe nehme deutlich zu, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Auch die chinesische Marine sei bisweilen prĂ€sent. Man sehe daran "die strategische Bedeutung der Ostsee fĂŒr viele, unter anderem eben vor allem auch fĂŒr Russland und fĂŒr China, auch was die Umgehung der Sanktionen angeht."

Russland zeige immer wieder provozierendes Verhalten, wie man es aus Zeiten des Kalten Krieges kenne. "Wir hatten immer wieder VorfĂ€lle in der Ostsee, die sich dann daraus ergeben, dass es WarnschĂŒsse gibt in die Luft, dass es WarnschĂŒsse ins Wasser gibt." Pistorius verglich dieses Verhalten mit VorfĂ€llen in der Luft, bei denen russische Kampfflugzeuge ohne Kennung ĂŒber dem Baltikum in die Luft gingen, um zu testen, wie die Nato reagiere.

Vorfall mit russischem Schiff

Pistorius Ă€ußerte sich auf Nachfrage nicht zu einem am Mittwoch bekanntgewordenen Vorfall zwischen einem Hubschrauber der Bundeswehr und einem russischen Schiff. Dabei hatte die Besatzung des russischen Schiffs nach dpa-Informationen mit Signalmunition geschossen. Der Einsatz dieser Munition ist eigentlich nur in Notsituationen ĂŒblich. Außenministerin Annalena Baerbock (GrĂŒne) hatte darauf verwiesen, dass in der Ostsee immer wieder Schiffe unterwegs sind, die an der Umgehung von Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beteiligt sind.

Zur Frage einer möglichen Eskalation sagte Pistorius, die deutsche Marine und die Marine der Alliierten verhielten sich sehr umsichtig. "Sie registrieren die VorfĂ€lle, sie berichten sie, sie reagieren durch deeskalierende Maßnahmen und lassen auf keinerlei provozierendes Verhalten ein, weil das ist das Letzte, was wir gebrauchen können."

@ dpa.de