Hamas, Ron Prosor

Prosor warnt nach Hamas-Anklage vor Terrorziel Deutschland

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 12:19 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Nach der Anklage gegen sieben mutmaßliche Hamas-Mitglieder warnt Israels Botschafter vor anhaltender Gefahr für Juden in Deutschland. Prosor sieht Deutschland nicht mehr nur als Rückzugsraum, sondern als Ziel islamistischen Terrors.

Israels Botschafter warnt vor Hamas-Terror in Deutschland
Ron Prosor (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Israels Botschafter Ron Prosor warnt nach vereitelten Hamas-Anschlagsplänen und Morddrohungen gegen Juden in Deutschland vor einer anhaltenden Gefahr. Die Hamas habe den Terror des 7. Oktober 2023 auf deutschem Boden wiederholen wollen, sagte Prosor dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Warnung nach Anklage in Berlin

Nur durch das schnelle Eingreifen der deutschen Ermittler sei eine Katastrophe verhindert worden, sagte der Botschafter. Deutschland sei für die Hamas vom Rückzugsraum zum "aktiven Terrorziel" geworden.

Am Freitag war bekannt geworden, dass die Bundesanwaltschaft in Berlin Anklage gegen sieben mutmaßliche Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas erhoben hat. Die Männer sollen einen Mordanschlag auf Repräsentanten Israels, Juden oder Unterstützer in Deutschland oder Österreich geplant haben.

Ermittlungen und Drohungen

Zusätzlich ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft München, nachdem die frühere Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, eine Morddrohung wegen ihrer Kritik am AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt erhalten hatte.

Prosor stellte die Bedrohung als ideologisch begründet dar und betonte, diese tödliche Ideologie bedrohe alle und müsse gemeinsam bekämpft werden.

Israels Botschafter Ron Prosor verknüpft die jüngsten Ermittlungen in Deutschland mit einer grundsätzlichen Warnung vor weiterem Hamas-Terror. Die dts-Meldung setzt damit auf die unmittelbare politische und sicherheitspolitische Dimension: Nicht nur die Tatvorwürfe gegen die Beschuldigten stehen im Raum, sondern auch die Frage, wie groß die Gefahr für jüdische Einrichtungen und Repräsentanten in Deutschland bleibt.

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