Bundesliga, FC Bayern München

Hoeneß: «Schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams»

14.03.2026 - 19:55:47 | dpa.de

Nach dem Remis in Leverkusen sorgt eine Gelb-Rote Karte gegen Diaz für Diskussionen beim FC Bayern. Nicht nur bei Uli Hoeneß ist die Empörung groß.

  • Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß kritisiert die Leistung des Schiedsrichters scharf. (Archivbild) - Foto: Peter Kneffel/dpa
    Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß kritisiert die Leistung des Schiedsrichters scharf. (Archivbild) - Foto: Peter Kneffel/dpa
  • Schiedsrichter Christian Dingert (M) stellte Diaz vom Platz. - Foto: Federico Gambarini/dpa
    Schiedsrichter Christian Dingert (M) stellte Diaz vom Platz. - Foto: Federico Gambarini/dpa
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Das von zwei Münchner Platzverweisen begleitete 1:1 bei Bayer Leverkusen hat Uli Hoeneß zu einer drastischen Wortwahl bewogen. «Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe», zitiert «Bild» den Ehrenpräsidenten des deutschen Fußball-Rekordmeisters. 

Vor allem die Gelb-Rote Karte gegen Luis Diaz in der 84. Minute verstand bei den Bayern niemand. «Ich will nicht für einen Elfmeter plädieren, aber das ist im Leben keine Schwalbe», sagte Kapitän Joshua Kimmich bei DAZN. «Wenn ich die Bilder sehe, dann ist ein Kontakt da. Den kann man nicht leugnen.»

Diaz war im Strafraum von Leverkusens Torwart Janis Blaswich leicht am Bein getroffen worden. Der Kolumbianer ging zu Boden, stand aber sofort wieder auf und forderte auch keinen Elfmeter. Schiedsrichter Christian Dingert zückte dennoch die zweite Gelbe Karte für den Stürmer.

Dingert korrigiert sich spät

«Warum er die Rote bekommt, weiß keiner im Stadion. Wahnsinn», meinte Trainer Vincent Kompany. «Einer muss mir erklären, warum das Gelb ist.» Auch Jonathan Tah betonte bei Sky, Diaz stehe sofort wieder auf. «Er macht kein Theater, keine Show.»

Dingert bezog nach dem Spiel zu der Szene Stellung. «Aus dem Spiel heraus habe ich wahrgenommen, dass der Spieler Diaz abhebt. Den anschließenden Treffer am Fuß habe ich nicht so wahrgenommen», sagte der 45-Jährige. «Wenn ich die Bilder sehe, sage ich: kein Elfmeter, das ist klar und Gelb-Rot sehr hart. Wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben.»

Wohin mit dem Arm von Tah?

Keine Diskussionen wollten die Bayern beim berechtigten Platzverweis für Nicolas Jackson in der 42. Minute aufkommen lassen. Die beiden aberkannten Tore durch Tah (26.) und Harry Kane (61.) beschäftigten Kompany dagegen mehr. Bei Tah sprang der Ball vom angelegten Arm ins Tor. «Soll er sich den Arm um den Kopf machen?», fragte Kompany.

Kanes Tor wurde aberkannt, weil er beim Block eines Klärungsversuchs von Blaswich den Ball an den Arm bekam. «Die Entscheidungen mit dem Videoschiedsrichter sind manchmal fragwürdig», meinte Bayern-Torwart Sven Ulreich. «Bei ganz klaren Entscheidungen kann man gern eingreifen. Aber nicht beim Block, ob da ein bisschen Hand dran ist oder nicht. Er schießt ihn aus einem Meter an.»

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