Inflation Deutschland, Energiepreise

Inflation in Deutschland steigt auf 3,3 Prozent – Energiepreise treiben Teuerung

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 14:01 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Inflation in Deutschland ist im September auf 3,3 Prozent gestiegen. Hohe Energie- und Kraftstoffpreise trieben die Teuerung damit erstmals seit Ende 2023 wieder über die Drei-Prozent-Marke.

Steigende Energiepreise treiben seit Monaten die Teuerungsrate in Deutschland, Verbraucher merken das an der Tankstelle. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa
Steigende Energiepreise treiben seit Monaten die Teuerungsrate in Deutschland, Verbraucher merken das an der Tankstelle. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im September um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen und damit erstmals seit Ende 2023 wieder über die Marke von drei Prozent geklettert.

Energiepreise treiben Teuerung

Im August hatte die Inflationsrate noch bei 2,9 Prozent gelegen. Ausschlaggebend für den Anstieg waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vor allem die hohen Energiepreise.

Die vorläufigen Zahlen zeigen damit eine deutliche Beschleunigung der Teuerung innerhalb eines Monats. Für Verbraucher macht sich der Preisdruck insbesondere bei Kraftstoffen und anderen energieabhängigen Ausgaben bemerkbar.

Höchster Wert seit Ende 2023

Eine Inflationsrate von mehr als drei Prozent war zuletzt Ende 2023 verzeichnet worden. Die jetzt veröffentlichte Schätzung des Statistischen Bundesamtes ist vorläufig und kann mit der endgültigen Berechnung noch angepasst werden.

Tankrabatt ab Oktober

Ab dem 1. Oktober soll ein befristeter Tankrabatt die Belastung an den Zapfsäulen verringern. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum Jahresende und soll die Auswirkungen der hohen Kraftstoffpreise auf Verbraucher und Unternehmen begrenzen.

Energie als zentraler Preistreiber

Der Anstieg der deutschen Inflationsrate im September ist vor allem ein Energieeffekt. Besonders stark verteuerten sich Kraftstoffe: Rekordpreise für Benzin und Diesel erhöhten unmittelbar die Ausgaben von Autofahrern und wirken zudem über Transport- und Logistikkosten auf weitere Waren und Dienstleistungen.

Auch die Importpreise liefern einen Hinweis auf den äußeren Kostendruck. Im August lagen sie deutlich über dem Vorjahresniveau, wobei Energie den größten Beitrag leistete. Für Haushalte mit laufenden Strom- oder Gasverträgen kann die Belastung zeitversetzt sichtbar werden; bei Autofahrern zeigt sie sich dagegen unmittelbar an der Tankstelle.

Entlastung ab Oktober

Ab 1. Oktober soll ein befristeter Tankrabatt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel senken. Rechnerisch ergibt sich einschließlich Mehrwertsteuer eine Entlastung von rund 17 Cent je Liter. Wie stark diese Senkung tatsächlich an Verbraucher weitergegeben wird, hängt jedoch von der Entwicklung der Rohöl- und Kraftstoffpreise sowie vom Wettbewerb an den Tankstellen ab.

Bedeutung für Geldpolitik und Alltag

Mit 3,3 Prozent liegt die Teuerung deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Das erhöht den geldpolitischen Druck, obwohl ein energiegetriebener Preisschub nicht dieselbe Breite wie eine dauerhaft steigende Kerninflation haben muss. Für Verbraucher bedeutet die Entwicklung vor allem, dass Mobilität und indirekt transportabhängige Ausgaben kurzfristig teurer werden können.

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