Bundestagsbeschluss zu Tariftreuegesetz wohl nicht mehr 2025

03.12.2025 - 13:20:35 | dts-nachrichtenagentur.de

Eine Verabschiedung des Tariftreuegesetzes und des Vergabebeschleunigungsgesetzes noch in diesem Jahr wird zunehmend unwahrscheinlich.

Bundestagssitzung (Archiv) - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Bundestagssitzung (Archiv) - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Das berichtet das Nachrichtenmagazin Politico unter Berufung auf Fraktionskreise. Beide Gesetze sind politisch miteinander verknüpft und sollten ursprünglich 2025 abgeschlossen werden. Nach Kabinettsbeschluss im Sommer und erster Lesung im Oktober steckt der Prozess den Angaben zufolge nun fest.

Damit wird das Sondervermögen - für 2026 sind knapp 60 Milliarden Euro eingeplant - nach alten Vergaberegeln ausgegeben. Beim Tariftreuegesetz liegen die Beratungen zwischen SPD und Union demnach auf Eis. Trotz neun Berichterstattergesprächen gibt es keinen Durchbruch. Als strittig gelten nach Informationen des Magazins insbesondere drei Punkte. So soll nach dem Entwurf eine Rechtsverordnung des Arbeitsministeriums regeln, dass entweder eine Gewerkschaft oder ein Arbeitgeberverband die Festlegung tariflicher Arbeitsbedingungen beantragen kann. Die Union fordert hingegen einen gemeinsamen Antrag beider Tarifpartner. Zudem bedarf es für die Festlegung aktuell nur der Zustimmung des Arbeitsministeriums von Bärbel Bas (SPD). Die Union bringt ins Gespräch, dass künftig das gesamte Kabinett zustimmen soll. Zudem fordert die Union, die Handelsbranche auszuklammern - wie es mehrere Länder bereits handhaben. Da weder Berichterstatter noch Arbeitsgruppen eine Lösung fanden, liegt das Gesetz inzwischen bei den Fraktionsvizes. Beim Vergabebeschleunigungsgesetz fielen mehrere Gespräche auf Unionsseite krankheitsbedingt aus, wie Politico berichtet. Experten kritisieren zudem den Plan, kleinere Lose zur stärkeren Beteiligung von Mittelständlern zu vergeben. In beiden Fraktionen wird inzwischen grundsätzlich diskutiert, ob Gesamtvergaben (schneller) oder die Losaufteilung (mittelstandsfreundlicher) Vorrang haben sollen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 68405878 |

Weitere Meldungen

Handwerkspräsident: Wartezeiten auf Termin sinken auf 8,9 Wochen Die Wartezeiten auf einen Handwerkertermin sind deutlich gesunken. (Wirtschaft, 16.05.2026 - 01:00) weiterlesen...

Bosch-Aufsichtsratschef verteidigt Stellenabbau Der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Bosch, Stefan Asenkerschbaumer, verteidigt die Entscheidungen des baden-württembergischen Unternehmens in den vergangenen Jahren.Trotz der aktuellen Krise und des größten Stellenabbauprogramms in der Geschichte von Bosch seien die Investitionen in Elektromobilität, Software und Systeme für automatisiertes Fahren richtig gewesen. (Wirtschaft, 15.05.2026 - 13:19) weiterlesen...

Umfrage: Große Mehrheit für härteres Vorgehen gegen KI-Fakes Eine breite Mehrheit der Deutschen wünscht sich ein härteres Vorgehen gegen manipulierte KI-Inhalte auf digitalen Plattformen. (Sonstige, 15.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Pharmaverband kritisiert Warkens Gesetz zur Kassen-Stabilisierung Der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) wirft Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vor, die Produktion kritischer Arzneien in Deutschland zu schwächen. (Politik, 14.05.2026 - 01:00) weiterlesen...

Grüne fordern höheren Spitzensteuersatz Die Grünen haben in der Debatte um eine Steuerreform die Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 45 Prozent ab zu versteuernden Jahreseinkommen von 120.000 Euro vorgeschlagen. (Politik, 14.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Bericht: Bund einigt sich über Einstieg bei Panzerbauer KNDS Die Bundesregierung hat sich offenbar auf eine einheitliche Linie geeinigt, um bei dem deutsch-französischen Panzerhersteller KNDS einzusteigen. (Politik, 12.05.2026 - 16:38) weiterlesen...