Selenskyjs Flug nach Oslo: Drohne verfehlt Maschine in Moldawien
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 21:11 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDas Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist beim Start in Moldawien beinahe mit einer Drohne kollidiert. Das berichtete der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Störe am Mittwoch dem Sender NRK.
Alarm in mehreren Ländern und bei der Nato
Nach Støres Angaben löste die Drohne Alarm in Rumänien und Moldawien sowie bei der Nato aus. Die Drohne wurde am Dienstagnachmittag im moldawischen Luftraum entdeckt und führte zur Schließung von Flughäfen. Gleichzeitig wurden die Nato-Strukturen über den Vorfall informiert.
In der Folge startete ein spanisches Nato-Kampfflugzeug von einer rumänischen Basis, um auf die mögliche Bedrohung zu reagieren. Die Drohne stürzte schließlich in der Nähe der moldawischen Grenze ab.
Selenskyj auf dem Weg nach Oslo
Selenskyj befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg nach Oslo. Dort wollte er an der Beerdigung von König Harald teilnehmen und Gespräche mit der norwegischen Regierung führen.
Nach seiner Ankunft in Oslo traf sich der ukrainische Präsident mit Ministerpräsident Jonas Gahr Störe sowie den Ministern Jens Stoltenberg und Espen Barth Eide. Thema der Gespräche war unter anderem die Verbesserung der ukrainischen Luftverteidigung.
Politische Gespräche trotz Zwischenfall
Trotz des Zwischenfalls im moldawischen Luftraum lief das Besuchsprogramm Selenskyjs in Oslo wie geplant weiter. Die Treffen unterstrichen die enge sicherheitspolitische Kooperation zwischen der Ukraine und den Partnerstaaten in Europa sowie im Nato-Bündnis.
Der Vorfall um das Flugzeug von Wolodymyr Selenskyj unterstreicht die anhaltend angespannte Sicherheitslage im Luftraum rund um die Ukraine und deren Nachbarstaaten. Dass eine Drohne im moldawischen Luftraum Alarm in mehreren Ländern und bei der Nato ausgelöst hat, zeigt, wie sensibel die Region auf mögliche Bedrohungen reagiert.
Sicherheitslage im regionalen Luftraum
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine kommt es immer wieder zu Zwischenfällen mit Raketen, Drohnen und unbekannten Flugobjekten im Grenzgebiet, bei denen der Luftraum zeitweise gesperrt und militärische Abfangjäger gestartet werden. Staaten wie Rumänien und Moldawien liegen unmittelbar an der Konfliktzone und haben ihre Luftüberwachung deutlich verstärkt. Die kurzfristige Schließung von Flughäfen nach der Drohnensichtung passt in dieses Muster einer konsequenten Risikoabwehr.
Politische Dimension der Reise
Selenskyjs Reise nach Oslo dient nicht nur der Teilnahme an der Beerdigung von König Harald, sondern auch der politischen Abstimmung mit der norwegischen Regierung über die weitere Unterstützung der Ukraine. Die Gespräche mit Ministerpräsident Jonas Gahr Störe sowie den Ministern Jens Stoltenberg und Espen Barth Eide zur Verbesserung der ukrainischen Luftverteidigung fügen sich in Selenskyjs fortlaufende Bemühungen ein, zusätzliche militärische Hilfe und moderne Luftverteidigungssysteme für sein Land zu sichern.
Bedeutung für NATO und Leser
Für die Nato zeigt der Vorfall, wie schnell eine einzelne Drohne Sicherheitsmechanismen in mehreren Staaten auslösen kann. Für Leser verdeutlicht er, dass die Reisen des ukrainischen Präsidenten selbst weit außerhalb seines Landes von den Folgen des Krieges geprägt sind. Die enge Abstimmung zwischen Nato-Partnern und die schnelle Reaktion eines spanischen Kampfflugzeugs von einer rumänischen Basis lassen erkennen, dass die Allianz ihre Präsenz im östlichen Bündnisgebiet stabil hoch hält, um Risiken frühzeitig zu begrenzen.
