Israel, Iran

Bundesregierung berät mit Partnern über Nahost

28.02.2026 - 10:47:03 | dpa.de

Die USA und Israel beginnen Angriffe auf den Iran. Die deutsche Regierung stimmt sich intern und international ab - und war nach eigenen Angaben am Morgen vorab von Israel informiert worden.

Kanzler Friedrich Merz führt Gespräche zur Lage in Nahost. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa
Kanzler Friedrich Merz führt Gespräche zur Lage in Nahost. (Archivbild) - Bild: Kay Nietfeld/dpa

Die Bundesregierung berät über die Eskalation in Nahost nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran. «Sie beobachtet die Entwicklung genau und befindet sich in enger Abstimmung mit den europäischen Partnern», teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. 

Kanzler Friedrich Merz (CDU) habe sich außerdem mit seinen Fachministern der sicherheitsrelevanten Ressorts beraten und werde im Laufe des Tages weitere Gespräche führen. Die Bundesregierung sei am Morgen über die Militärangriffe
Israels auf den Iran vorab informiert worden, sagte Kornelius.

Krisenstab tagt 

Wie das Auswärtige Amt mitteilte, soll der Krisenstab der Bundesregierung um 12.00 Uhr im Ministerium zusammenkommen. Das Auswärtige Amt stehe in engem Kontakt mit den Botschaften im Iran und in Israel sowie weiteren Vertretungen in der Region, sagte ein Sprecher. Deutsche in der Region seien aufgerufen, sich in der Krisenvorsorgeliste «Elefand» zu registrieren. 

Wie aus dem Auswärtigen Amt zu hören war, ist im Iran derzeit eine mittlere dreistellige Zahl deutscher Staatsbürger in der Liste registriert. In Israel ist es eine mittlere vierstellige Zahl und in den palästinensischen Gebieten eine mittlere dreistellige Zahl Bundesbürgerinnen und Bundesbürger. 

Kontaktliste für Deutsche im Ausland 

Auf der Liste kann man Kontaktdaten angeben, um bei Krisen Informationen und Unterstützung zu erhalten. Eintragen können sich dauerhaft im Ausland lebende Deutsche, aber auch Urlauber oder Geschäftsreisende, die kürzer dort sind. Eine Meldepflicht für Bundesbürger im Ausland gibt es nicht. 

Das Auswärtige Amt riet Deutschen in der Region außerdem, Anweisungen lokaler Behörden zu erforderlichen Maßnahmen zum Selbstschutz zu folgen.

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