Landkreistag dringt auf einheitliche Regelung fĂŒr Bezahlkarte
08.05.2024 - 14:58:36"Wir brauchen die Bezahlkarte ĂŒberall in Deutschland, sie ist hilfreich", sagte PrĂ€sident Reinhard Sager (CDU) am Mittwoch nach einer PrĂ€sidiumssitzung in LĂŒbbenau in Brandenburg. Sie sei gut anwendbar und setze innenpolitisch das richtige Signal. "Wir sollten jetzt sehen, dass die Verfahren, die noch laufen in der Ausschreibung in den BundeslĂ€ndern, schnell zu einem Ende gebracht werden und dass wir in Deutschland einheitlich, in den LĂ€ndern einheitlich, das System der Bezahlkarte ĂŒberall schnell bekommen."
Asylbewerber sollen kĂŒnftig einen Teil der staatlichen Leistungen zum Lebensunterhalt als Guthaben ĂŒber die Karte erhalten. DafĂŒr sind weniger Bargeldzahlungen geplant. So soll auch verhindert werden, dass Migranten Geld an Schlepper oder Familie und Freunde im Ausland ĂŒberweisen. Bund und LĂ€nder einigten sich auf die EinfĂŒhrung der Bezahlkarte, einige LĂ€nder und Kreise wie MĂ€rkisch-Oderland in Brandenburg haben die Karte bereits eingefĂŒhrt.
Das PrĂ€sidium des Landkreistags forderte auch Klarheit ĂŒber die Finanzierung des Deutschlandtickets. Die Aufteilung der Einnahmen und der Ausgleich von Defiziten seien nicht abschlieĂend gelöst, sagte Sager. Das bremse Anreize, den Nahverkehr auszubauen.
Sager, der seit zehn Jahren an der Spitze des Landkreistags steht, scheidet bald aus dem Amt aus. Das PrĂ€sidium empfahl der Mitgliederversammlung, im Herbst den Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises in Baden-WĂŒrttemberg, Achim Brötel (CDU), zu wĂ€hlen.

