SPD, Union

SPD wirft Union Verweigerungshaltung bei Wirtschaftsförderung vor

19.12.2024 - 11:45:09 | dts-nachrichtenagentur.de

Die SPD wirft der Union eine "bizarre Verweigerungshaltung" bei der Wirtschaftsförderung vor.

Michael Schrodi am 18.12.2024 - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Michael Schrodi am 18.12.2024 - Foto: über dts Nachrichtenagentur
"Wir hätten uns mehr vorstellen können bei den Hilfen für die Unternehmen, bei der nötigen Ankurbelung des Wirtschaftswachstums", sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Michael Schrodi, der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). "Die Verweigerungshaltung der Union ist umso bizarrer, als viele Entlastungsinstrumente, die jetzt nicht mehr kommen, auch so im Wahlprogramm von CDU/CSU auftauchen, sei es beim Thema Abschreibungen oder bei der Stärkung der Forschungsförderung", sagte Schrodi. "Acht Milliarden Euro an steuerlicher Förderung für die Wirtschaft hätten wir liebend gern sofort zusätzlich bereitgestellt", sagte Schrodi. "Aber Herr Merz möchte lieber parteitaktische Spielchen auf dem Rücken von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen und gegen die Interessen der Unternehmen spielen." Auch CSU-Chef Markus Söder habe noch Anfang Dezember auf einem Autogipfel eine zusätzliche Förderung für E-Autos gefordert.

"Auch das hätten wir gemeinsam auf den Weg bringen können. Aber Söder möchte lieber bis zum Wahltag die Geschichte von der gescheiterten Ampel erzählen können, statt Arbeitsplätze und Wirtschaft substanziell zu unterstützen", sagte Schrodi. Union und FDP wollen an diesem Donnerstagnachmittag im Bundestag einem stark abgespeckten Steuerfortentwicklungsgesetz zustimmen. Darin enthalten ist der Abbau der kalten Progression für Steuerzahler sowie die Erhöhung von Kindergeld und Kinderzuschlag. Nicht zustimmen wollen Union und FDP dagegen den übrigen Teilen der Wachstumsinitiative, die ursprünglich ebenfalls in dem Gesetzentwurf enthalten waren. Für die Förderung der E-Mobilität, eine Forschungszulage sowie verbesserte Abschreibungsbedingungen für Unternehmen gibt es damit voraussichtlich keine Mehrheit im Bundestag.

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