Deutschland, Hessen

Lufthansa will viele Jobs in der Verwaltung streichen

26.09.2025 - 17:32:46 | dpa.de

Die Lufthansa plant, ein Fünftel der Stellen in der Verwaltung zu streichen. Was das für die Belegschaft bedeutet, dürfte am Montag bekanntwerden.

Die Lufthansa will mit einem umfangreichen Stellenabbau in der Verwaltung Kosten sparen. (Foto Archiv) - Foto: Andreas Arnold/dpa
Die Lufthansa will mit einem umfangreichen Stellenabbau in der Verwaltung Kosten sparen. (Foto Archiv) - Foto: Andreas Arnold/dpa

Die Lufthansa will mit einem größeren Stellenabbau in der Verwaltung Kosten sparen. In den kommenden Jahren sollen konzernweit ein Fünftel der Jobs in der Administration gestrichen werden, hieß es aus Unternehmenskreisen. Verkündet werden sollen die Pläne demnach beim Capital Markets Day des Unternehmens am kommenden Montag (29. September). Dann will der Lufthansa-Vorstand um Konzernchef Carsten Spohr neue Mittelfristziele für die kommenden Jahre vorstellen.

Zuvor hatten mehrere Medien über die Abbaupläne berichtet. Um wie viele Arbeitsplätze es genau geht und welche Konzernteile betroffen sind, blieb zunächst offen, dem Vernehmen nach könnten aber rund 3.000 bis 4.000 Jobs in Gefahr sein. Das Unternehmen wollte sich zu den Berichten nicht äußern. Der Konzern hatte zuletzt rund 103.000 Mitarbeiter.

Bereits Tausende Jobs in der Pandemie abgebaut

Bereits während der Corona-Pandemie, die den Luftverkehr weltweit schwer getroffen hatte, hatte der Konzern rund 20.000 Stellen abgebaut. Und Mitte September gab die Lufthansa bekannt, dass wichtige Funktionen seiner Airlines zusammengeführt werden sollen. So sollen die Flugnetze der Kurz- und Mittelstrecke von Lufthansa, Swiss, Austrian und Brussels Airlines ab Januar 2026 zentral gesteuert werden. Die IT-Funktionen der Drehkreuz-Airlines werden ebenfalls gebündelt.

Erst bei Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal und zuletzt noch einmal vor zwei Wochen hatte sich das Unternehmen trotz der turbulenten Weltwirtschaft dank einer starken Ticketnachfrage und geringerer Treibstoffkosten optimistisch gezeigt. Der operative Gewinn vor Sonderposten (bereinigtes Ebit) soll den Vorjahreswert von 1,6 Milliarden Euro wie geplant deutlich übertreffen, wie der im MDax gelistete Konzern mitgeteilt hatte. Bereits zwischen April bis Juni war es für die Fluggesellschaft besser gelaufen als gedacht. Wie das wichtige Sommergeschäft gelaufen ist, wird sich nun am 3. November zeigen, wenn die Lufthansa die Zahlen für das dritte Quartal vorlegt. 

Mehrere Tarifbaustellen bei Lufthansa

Das Bekanntwerden der Abbaupläne fällt zeitlich für die Lufthansa mit mehreren festgefahrenen Tarifkonflikten für das Kabinenpersonal und die Piloten zusammen. Noch bis Dienstag (30. September) läuft eine Urabstimmung bei der Vereinigung Cockpit (VC), bei der die bei der VC organisierten Beschäftigten der Lufthansa Kerngesellschaft und der Frachttochter Lufthansa Cargo über einen möglichen Arbeitskampf abstimmen dürfen – nach sieben zuvor erfolglosen Verhandlungsrunden. 

Zudem hatte die Gewerkschaft Ufo die Gespräche mit der Konzernführung über eine tarifliche Gesamtlösung für das Kabinenpersonal bei Lufthansa, Lufthansa CityLine, Lufthansa City Airlines und Discover Airlines für gescheitert erklärt. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation will ihre Forderungen für die Kabinenbeschäftigten der einzelnen Airlines nun im Rahmen voneinander unabhängiger Verhandlungen durchsetzen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 68225842 |

Weitere Meldungen

Elefant im Raum: Commerzbank-Aktionäre gegen Unicredit Protest, Applaus, klare Worte: Bei der Commerzbank-Hauptversammlung gibt es deutlichen Widerstand gegen die Pläne der Unicredit. (Wirtschaft, 20.05.2026 - 12:23) weiterlesen...

Commerzbank warnt Aktionäre vor Unicredit-Risiken Die Commerzbank rät ihren Aktionärinnen und Aktionären vom Unicredit-Angebot ab: Es drohten Risiken mit italienischen Staatsanleihen, faulen Krediten und dem großen Russland-Geschäft der Italiener. (Wirtschaft, 20.05.2026 - 10:32) weiterlesen...

Deutsche Bank sieht mit KI mehr Spielraum für höhere Rendite. Das soll sich auch auf den Gewinn auswirken. Schnellere Kredite für Hausbauer und Mittelstand, ein digitaler Assistent für Privatkunden: Die Deutsche Bank setzt verstärkt auf Künstliche Intelligenz. (Wirtschaft, 19.05.2026 - 15:19) weiterlesen...

Mädchenleiche im Main hat nach 25 Jahren einen Namen. Nun führen neue Hinweise in dem Fall zu einer Festnahme: Der eigene Vater soll die Jugendliche getötet haben. Vor einem Vierteljahrhundert wird ein totes Mädchen im Frankfurter Main entdeckt. (Unterhaltung, 18.05.2026 - 13:17) weiterlesen...

Cold Case um Mädchenleiche im Main nach 25 Jahren gelöst. Nun führen neue Hinweise in dem Fall zu einer Festnahme: Der eigene Vater soll die Jugendliche getötet haben. Vor einem Vierteljahrhundert wird ein totes Mädchen im Frankfurter Main entdeckt. (Unterhaltung, 18.05.2026 - 11:40) weiterlesen...

Tote aus Main nach 25 Jahren identifiziert - Vater in U-Haft. Nun führten neue Hinweise im «Cold Case» zu einer Festnahme: Der eigene Vater soll die Jugendliche getötet haben. Eine Leiche im Frankfurter Main stellt Ermittler für fast 25 Jahre vor Rätsel. (Unterhaltung, 18.05.2026 - 10:18) weiterlesen...