Kommunen kritisieren Kommunikationskanäle ins Kanzleramt
22.06.2026 - 11:11:35 | dts-nachrichtenagentur.de
Es gebe immer noch dicke Gesetzespakete, auf die man in zwei, drei oder vier Tagen antworten solle. Das sei eine "Farce", so Brötel. "Wer wirklich interessiert ist an den Stimmen der Praxis, muss bitteschön mehr als zwei, drei oder vier Arbeitstage zur Verfügung lassen."
Insgesamt sei "das Ende der Fahnenstange" erreicht. In der Bundespolitik seien in der Vergangenheit bewusst Dinge beschlossen worden, obwohl man sich bewusst gewesen sei, dass man sie sich nicht leisten könne. Die Kommunen seien dann oft die Ausfall-Bürgen gewesen. Aber: "Angesichts der kommunalen Gesamtsituation sind wir nicht mehr in der Lage, diesen Ausfall-Bürgen abzugeben, und jetzt wackelt dieses System", sagte der DLT-Präsident.
Der Präsident des Deutschen Städtetages (DST), Burkhard Jung, pochte unterdessen auf das Prinzip "Wer bestellt, bezahlt" sowie Soforthilfe für die Kommunen. Zudem sei eine grundsätzliche Veränderung der Finanzarchitektur nötig. "Es kann nicht sein, dass wir ein Viertel der staatlichen Leistungen organisieren und finanzieren und nur ein Siebtel des Geldes bekommen", sagte Jung der dts Nachrichtenagentur.
