Justiz soll bis 2026 einheitliche Cloud bekommen
28.11.2024 - 15:07:00Darauf haben sich die Justizminister von Bund und LÀndern verstÀndigt.
Bundesjustizminister Volker Wissing (parteilos) sagte, eine leistungsfĂ€hige Justiz brauche digitale Tools auf der Höhe der Zeit: "FĂŒr unsere Justiz kann eine einheitliche Cloud-Lösung ein Gamechanger sein. IT-Lösungen können dadurch effizient und schnell fĂŒr die gesamte Justiz entwickelt, aktualisiert und zur VerfĂŒgung gestellt werden." Das verspreche erhebliche Kosteneinsparungen und QualitĂ€tsgewinne. Dem Ministerium zufolge könnte etwa der Versand von PDF-Dateien durch ein neues Datenmanagement ersetzt werden.
Finanziert werden solle das Vorhaben aus der Digitalisierungsinitiative der Justiz. Bund und LĂ€nder hatten vergangenes Jahr vereinbart, dass der Bund in den Jahren 2023 bis 2026 insgesamt bis zu 200 Millionen Euro fĂŒr Digitalisierungsvorhaben bereitstellt. Der Haushaltsausschuss des Bundestags muss allerdings jedem einzelnen Vorhaben zustimmen.
LĂ€ndervertreter betonten, der Bund mĂŒsse die LĂ€nder fĂŒr die Umsetzung der Cloud weiter finanziell unterstĂŒtzen, unabhĂ€ngig vom Ausgang der nĂ€chsten Bundestagswahl. "Die Justizcloud muss kommen - aber nicht allein auf Kosten der LĂ€nder", sagte Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU).

