Deutschland, Bahn

Neue Bahnchefin braucht im Aufsichtsrat einfache Mehrheit

23.09.2025 - 10:06:39 | dpa.de

Die designierte neue Bahnchefin, Evelyn Palla, soll heute vom Aufsichtsrat berufen werden. Die Gewerkschaft EVG will aus Protest gegen sie stimmen - trotzdem dürfte die Wahl kein Problem sein.

Soll heute vom Aufsichtsrat zur neuen Bahnchefin berufen werden: Die bisherige Regionalverkehrsvorständin Evelyn Palla.  - Foto: Andreas Gora/dpa
Soll heute vom Aufsichtsrat zur neuen Bahnchefin berufen werden: Die bisherige Regionalverkehrsvorständin Evelyn Palla. - Foto: Andreas Gora/dpa

Die designierte neue Chefin der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, soll heute vom Aufsichtsrat auf den Posten berufen werden - voraussichtlich gegen die Stimmen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Für die Berufung ist nur eine einfache Mehrheit im ersten Wahlgang notwendig, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Aufsichtsratskreisen erfuhr. Dass Palla aufgrund der EVG-Gegenstimmen im ersten Wahlgang durchfällt, gilt deshalb als unwahrscheinlich.

Die bisher für den Regionalverkehr zuständige Bahn-Vorständin war am Vortag von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) als dessen Wunschkandidatin für den Konzern-Spitzenposten vorgestellt worden. Palla soll dort den bisherigen Bahnchef Richard Lutz ablösen. Der Chefwechsel ist Teil der neuen Bahnstrategie aus dem Ministerium, um den kriselnden Konzern wieder in den Griff zu bekommen. 

Weitere Personalie sorgt für Protest

Außerdem will Schnieder auch die Spitze der Infrastrukturgesellschaft InfraGo neu besetzen. Sein Kandidat, Dirk Rompf, stößt allerdings auf Ablehnung aufseiten der Arbeitnehmer. Aus Protest gegen die Personalie hat die EVG angekündigt, bei der heutigen Bahn-Aufsichtsratssitzung gegen Palla zu stimmen. Die Gewerkschaft war ursprünglich davon ausgegangen, dass Palla im ersten Wahlgang eine Zwei-Drittel-Mehrheit benötigen würde. Dann hätten die Stimmen der EVG ausgereicht, um die neue Chefin zumindest im ersten Wahlgang zu verhindern. Nun zeichnet sich ab, dass sie bereits im ersten Wahlgang die nötige Stimmenmehrheit erhalten dürfte.

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