Bundesregierung verteidigt Empfang von Syriens Übergangspräsident
27.03.2026 - 11:44:40 | dts-nachrichtenagentur.deDass der Kanzler den syrischen Machthaber sogar zum Mittagessen treffe, sei im Übrigen keine besondere Ehre, sondern eine Frage der Höflichkeit. Dem Vorwurf, dass al-Scharaa ein Kriegsverbrecher sei, wolle er sich ausdrücklich nicht anschließen, so Kornelius.
Die Kurdische Gemeinde Deutschland kritisierte den Besuch. Al-Scharaa sei ein ehemaliger Dschihadistenführer, dessen Organisation Hayat Tahrir al-Sham (HTS) lange Zeit von den Vereinten Nationen als Terrororganisation eingestuft wurde. Er trage Verantwortung für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Als früherer Anführer der Al-Nusra-Front stehe al-Scharaa für Massaker, Vertreibungen und systematische Gewalt gegen die Zivilbevölkerung in Syrien. Betroffen seien insbesondere Kurden aller Glaubensrichtungen, aber auch Alawiten, Drusen und Christen.
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