Gesundheit, Arbeitsmarkt

Kabinett beschließt Aktivrente

15.10.2025 - 11:14:41

Die Bundesregierung hat die geplante neue Aktivrente auf den Weg gebracht.

Das Kabinett gab am Mittwoch grünes Licht für den Gesetzentwurf, wie das Finanzministerium mitteilte. Die Aktivrente soll zum 1. Januar 2026 in Kraft treten. Belohnt werden soll, wer das gesetzliche Rentenalter erreicht und freiwillig weiterarbeitet.

Konkret ist dann eine Steuerbefreiung des Gehalts von bis zu 2.000 Euro im Monat vorgesehen. Damit werden laut Ministerium Rentner mit bis zu 890 Millionen Euro jährlich entlastet. Begünstigt sind sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer (ohne Selbstständige und Beamte) ab dem Überschreiten des gesetzlichen Rentenalters. Dabei erfolgt die Begünstigung unabhängig davon, ob die oder der Steuerpflichtige eine Rente bezieht oder den Rentenbezug ggf. aufschiebt. Die Steuerfreiheit wird auf Personen beschränkt, die die Regelaltersgrenze - Vollendung des 67. Lebensjahres, einschließlich Übergangsregelung - überschritten haben. "Wir setzen weitere Impulse für wirtschaftliches Wachstum in Deutschland", sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Dafür brauche die Wirtschaft gerade auch die älteren und erfahrenen Arbeits- und Fachkräfte. Sie könnten ihr Wissen weitergeben und weiter mit anpacken. "Wer freiwillig länger arbeitet, profitiert deshalb künftig von der Aktivrente." Bundestag und Bundesrat müssen sich noch mit dem Gesetzentwurf befassen.

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Krankenhäuser wollen 13.400 Zivi-Stellen schaffen Die Krankenhäuser in Deutschland hoffen auf die Wiedereinführung des Zivildienstes."Für den Fall, dass der Zivildienst wieder eingeführt werden sollte, sind die Krankenhäuser in hohem Maße bereit, Zivildienstleistende zu beschäftigen. (Wirtschaft, 05.02.2026 - 00:00) weiterlesen...

Schwesig: Privatisierung von Zahnarztkosten völlig inakzeptabel In der SPD wird die Kritik an verschiedenen Vorstößen aus der CDU zu Einschnitten im Sozialstaat lauter."Ich bin entsetzt über die immer neuen Attacken aus der Union auf den Sozialstaat und den Zusammenhalt in Deutschland", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dem "Tagesspiegel" (Dienstagsausgabe).Die meisten Arbeitnehmer zeigten "jeden Tag vollen Einsatz", sagte Schwesig: "Und sie gehen auch nur zum Arzt, wenn sie wirklich krank sind. (Wirtschaft, 03.02.2026 - 05:00) weiterlesen...

Reichinnek nennt CDU-Vorstöße Tritt ins Gesicht der Menschen Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek hat die Vorschläge des Wirtschaftsrates der CDU, den Bezug von Arbeitslosengeld auf zwölf Monate zu begrenzen und die "Mütterrente" und die sogenannte "Rente mit 63" abzuschaffen scharf kritisiert."Man kann nur staunen, wie zielsicher wirklich alles, was aus Reihen der Union zur Reform bestehender Systeme vorgebracht wird, nichts anderes ist, als ein Tritt ins Gesicht der Mehrheit der Menschen im Land", sagte sie dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".Dass der Wirtschaftsrat sich überhaupt traue, ein solches Papier vorzulegen, zeige, "dass in der Union gerade all jene Morgenluft wittern, die den Wert ihrer Mitmenschen ausschließlich in deren Arbeitskraft sehen".Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im Herbst, Daniel Peters, warnt derweil vor "Nebenkriegsschauplätzen" in der Debatte über Sozialreformen und sieht die Vielzahl an Vorschlägen als wenig hilfreich im Wahlkampf. (Wirtschaft, 03.02.2026 - 00:00) weiterlesen...

CDU-Generalsekretär findet Zahnarzt-Vorschlag nicht zielführend CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann stellt sich gegen die Forderung des CDU-Wirtschaftsrats, dass Zahnarztbesuche künftig nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden sollen.Deutschland brauche eine Zukunftsagenda, sagte er dem "Stern". (Wirtschaft, 02.02.2026 - 15:18) weiterlesen...

Rhein stellt sich gegen Forderungen von CDU-Wirtschaftsflügeln Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) stellt sich gegen die jüngsten Forderungen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) sowie des Wirtschaftsrats der CDU.Der "Bild" (Dienstagsausgabe) sagte Rhein: "Leistungseinschnitte für Leistungsträger lehne ich klar ab." Stattdessen forderte er mehr Respekt vor Leistung und warnte vor neuer sozialer Kälte.Rhein erklärte weiter: "Die Vorschläge von MIT und Wirtschaftsrat zu Einschränkungen bei Teilzeit und Gesundheitsleistungen wie Zahnarztbehandlungen entsprechen nicht meiner Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit." Für ihn stehe die CDU traditionell für die Anerkennung von Leistung. (Wirtschaft, 02.02.2026 - 14:33) weiterlesen...