Steuern, Parteien

Handwerkspräsident kritisiert Erbschaftsteuerpläne der SPD

13.01.2026 - 11:16:29 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die Erbschaftsteuerpläne der SPD scharf kritisiert.

Haus des Deutschen Handwerks (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Haus des Deutschen Handwerks (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Finger weg vom Betriebsvermögen", sagte ZDH-Präsident Jörg Dittrich dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). "Bevor über Änderungen an der Erbschaftsteuer diskutiert wird, sollte zunächst das Urteil des Bundesverfassungsgerichts abgewartet werden."

Die SPD hat am Dienstag ihr Konzept für eine Erbschaftsteuerreform vorgestellt. Große Vermögen sollen stärker belastet und kleine und mittlere Erbschaften entlastet werden. Dies sei eine Frage der Gerechtigkeit, heißt es von der SPD.

"Gerechtigkeit bedeutet, einen klaren Unterschied zu machen zwischen einer geerbten Yacht oder Immobilie und einem Betrieb, der Verantwortung für Beschäftigte und Auszubildende trägt", so der Handwerkspräsident. Die Verschonung von Betriebsvermögen sei richtig und müsse auf jeden Fall erhalten werden. Familiengeführte Handwerksbetriebe investierten ihr Vermögen in Werkstätten, Maschinen und Fahrzeuge, nicht in frei verfügbares Kapital. "Jede Einschränkung der Verschonungsregeln würde Nachfolgen gefährden, Betriebe belasten und die Fortführung der regionalen Wirtschaft schwächen", warnte Dittrich.

de | politik | 68482998 |

Weitere Meldungen

GBA-Chef Hecken kritisiert Warkens Gesundheitspläne Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) von Krankenkassen, Kliniken und Ärzten, Josef Hecken, kritisiert die Pläne der Regierungskoalition für die Finanzierung des Gesundheitssystems scharf.Der Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) enthalte "eine gravierende Gerechtigkeitslücke", sagte Hecken der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). (Politik, 20.06.2026 - 08:00) weiterlesen...

Drogenbeauftragter will höhere Steuern auf Tabak und Alkohol Der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), dringt auf höhere Steuern für Alkohol und Tabak. (Politik, 20.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Designierter Linken-Chef will Milliardäre abschaffen Der designierte Linken-Chef Luigi Pantisano will Milliardäre abschaffen. (Politik, 19.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Ostbeauftragte Kaiser warnt vor neuen Stereotypen Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), warnt vor neuen ostdeutschen Stereotypen bei jungen Menschen und fordert mehr Zuwanderung und eine Reform der Steuern für Vermögende."Gefördert durch entsprechende Inhalte in sozialen Medien entstehen neue Stereotypen des Ostdeutschseins", sagte Kaiser dem Tagesspiegel-Newsletter "Im Osten". (Politik, 18.06.2026 - 12:17) weiterlesen...

NRW-Finanzminister stellt Bedingungen für Steuerreform NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) stellt klare Bedingungen für die Zustimmung der Länder zur geplanten Einkommensteuerreform des Bundes. (Politik, 18.06.2026 - 06:40) weiterlesen...

SPD-Politiker fordert höhere Steuern auf Alkohol und Tabak Der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis spricht sich dafür aus, die Steuern auf Spirituosen, Tabak und zuckerhaltige Getränke schneller zu erhöhen als bislang geplant.Es sei schwer vermittelbar, dass Beitragszahler "immer höhere Lasten tragen, während gesundheitsschädlicher Konsum volkswirtschaftliche Folgekosten in Milliardenhöhe verursacht", sagte Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem "Spiegel"."Wer Tabak, hochprozentigen Alkohol und übermäßigen Zuckerkonsum wirksam eindämmt, stärkt die Gesundheit der Menschen und schafft zugleich Spielräume, um versicherungsfremde Leistungen gerechter zu finanzieren und die GKV zu stabilisieren", sagte Pantazis. (Politik, 17.06.2026 - 05:00) weiterlesen...