CDU-Arbeitnehmerflügels mahnt Kurskorrektur in Sozialdebatte an
19.02.2026 - 00:00:00Merz habe zwar sehr viele andere Baustellen, insbesondere in der Außenpolitik. "Aber im Zweifel muss er die innenpolitischen Themen delegieren", mahnte Radtke. "Politik ist schließlich Teamarbeit."
Anstatt die Debatte mit dem eigenen sozialen Anspruch zu beginnen, starte seine Partei immer mit Einzelvorschlägen, "dass die Menschen länger arbeiten sollen und diese und jene Leistung wegfallen müsste", kritisierte der CDU-Politiker. "Das macht den Menschen Angst. So verlieren wir große Teile der Bevölkerung."
Bei der Debatte über Sozialreformen sei die Kommunikation fast so wichtig wie die Reform selbst. "Es ist alles sehr schrill, es ist alles sehr alarmistisch. Mir fehlt die positive Zukunftserzählung", kritisierte der CDA-Chef. Das vermisse er auch bei Merz.
Radtke sagte, er sei schon seit Jahren unzufrieden damit, wie die Sozialdebatte in der CDU geführt werde. "Es ist der Eindruck entstanden: Die SPD kümmert sich um Arbeitnehmer und Soziales und die CDU kümmert sich um den Rest. Diese Wahrnehmung hat sich in der Öffentlichkeit festgesetzt", argumentierte der CDU-Politiker. "Dadurch hat unser soziales Profil gelitten. Das schadet uns in den Umfragen." @ dts-nachrichtenagentur.de
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