Deutschland, Partei

Merz zu Rentenstreit: «Nichts, was uns aus der Bahn wirft»

27.11.2025 - 16:44:17 | dpa.de

Der Streit über das Rentenpaket belastet Schwarz-Rot seit Wochen. Vor möglicherweise entscheidenden Gesprächen zeigt sich der Kanzler optimistisch, dass es eine Lösung geben wird.

Kanzler Merz zeigt sich vor den Renten-Gesprächen optimistisch. - Foto: Fabian Sommer/dpa
Kanzler Merz zeigt sich vor den Renten-Gesprächen optimistisch. - Foto: Fabian Sommer/dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht in dem seit Wochen andauernden Rentenstreit nach eigener Darstellung keine Gefahr für die schwarz-rote Koalition. «Das ist jetzt nichts, was uns aus der Bahn wirft», sagte der CDU-Chef in Berlin. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es eine Lösung geben wird - allerdings nicht schon am Abend in der Sitzung des Koalitionsausschusses. «Das muss sich ergeben dann in einer nachfolgenden Fraktionssitzung.» Er sehe in der Unionsfraktion «uneingeschränkt eine sehr konstruktive Haltung, um hier zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen».

Das Rentenpaket ist vom Bundeskabinett beschlossen worden, und sowohl die SPD-Führung als auch Merz haben klargemacht, dass sie keine Änderung wollen. Die 18 Abgeordneten der Jungen Gruppe in der Unionsfraktion meinen aber, dass der Gesetzentwurf in einem Punkt gegen den Koalitionsvertrag verstößt, und wollen nicht zustimmen. Ohne ihre Stimmen ist eine eigene Mehrheit von Union und SPD nicht gesichert. 

«Wir werden eine Lösung finden»

«Ich denke, wir werden eine Lösung finden», sagte Merz. Solche Diskussionen gehörten in einer Koalition dazu. «Es gibt immer wieder Themen, über die man sprechen muss.» 

Es wird erwartet, dass es nach dem Koalitionsausschuss am Freitagmorgen eine Sondersitzung der Abgeordneten von CDU und CSU zu den Ergebnissen geben wird. Anschließend soll es ein Gespräch von Fraktionschef Jens Spahn mit der Spitze der Jungen Gruppe geben. Eine weitere Fraktionssitzung ist für nächsten Dienstag geplant. Die Koalition strebt eine Abstimmung über das Rentenpaket für nächste Woche an. Angesetzt ist sie aber noch nicht.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 68393525 |

Weitere Meldungen

Kein Treibstoff-Notstand - Vorgehen gegen Schattenflotte. Es ging dabei nicht nur um die Folgen des Iran-Kriegs, sondern auch um Russland. Der Kanzler hatte es angekündigt, jetzt hat der Nationalen Sicherheitsrat zur Energiekrise getagt. (Politik, 21.04.2026 - 14:27) weiterlesen...

Merz verspricht sichere Treibstoffversorgung trotz Krise. Was Kanzler Merz und Ministerin Reiche dazu sagen. Droht ein Treibstoffmangel? Die Bundesregierung sieht die Versorgung gesichert, bereitet sich aber auf weitere Maßnahmen vor. (Wirtschaft, 20.04.2026 - 13:59) weiterlesen...

Kritik an Plänen für Gesundheitsreform - SPD sieht Unwuchten. Dass es daran viel Kritik geben würde, war absehbar. Manche setzen nun auf die Beratungen im Bundestag. Gesundheitsministerin Warken hat Reformpläne für die gesetzliche Krankenversicherung vorgelegt. (Politik, 19.04.2026 - 11:02) weiterlesen...

Reiche warnt vor Alarmismus bei Kerosin. Die Wirtschaftsministerin meldet sich auch zu Wort. Am Montag gibt es ein Treffen. Der Finanzminister äußert sich zu Warnungen vor einer Knappheit bei Kerosin. (Wirtschaft, 18.04.2026 - 12:59) weiterlesen...

Höne warnt FDP vor Spaltung im Rennen um den Bundesvorsitz Existenzkrise, Führungsdebatte, zwei Kandidaten: Wie Henning Höne den Machtkampf mit Wolfgang Kubicki entschärfen will und warum der Ausgang des Duells das Schicksal der FDP bestimmen könnte. (Politik, 18.04.2026 - 12:40) weiterlesen...

ZDF-Umfrage sieht AfD vorn - Schlechte Noten für Koalition. Von der Lage profitiert vor allem eine Partei. Die Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung wächst, zwei Drittel bescheinigen dem Kanzler in einer neuen Umfrage schlechte Arbeit. (Politik, 17.04.2026 - 11:31) weiterlesen...