Familienverband kritisiert geplante Elterngeldreform scharf
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 16:31 Uhr, dts-nachrichtenagentur.deHeimann forderte die Bundesregierung auf, den Gesetzentwurf zurückzunehmen. "Das Elterngeld darf nicht länger zur haushaltspolitischen Manövriermasse degradiert werden", sagte er.
Der Verband fordere stattdessen eine echte, inflationsausgleichende Erhöhung des Elterngeldes und eine Familienpolitik, die den Eltern echte Wahlfreiheit lasse, anstatt sie durch finanzielle Daumenschrauben in staatlich gewünschte Lebensmodelle zu pressen.
Nachdem die SPD im Wahlkampf eine Erhöhung der Elterngeldmonate von 14 auf 18 versprochen hatte, hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart, beim Elterngeld mehr Anreize für Väterbeteiligung in alleiniger Verantwortung zu setzen. "Das erreichen wir beispielsweise durch erhöhte Lohnersatzraten und veränderte Anzahl und Aufteilung der Bezugsmonate des Elterngeldes", hieß es. "Wir wollen die Einkommensgrenze sowie den Mindest- und Höchstbetrag spürbar anheben. Bei Selbstständigen werden wir die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld flexibilisieren. Wir stärken die Rechte von Pflegeeltern und führen für sie ein Elterngeld ein."
