AfD-Vorstand zieht Ausschlussantrag gegen Jugendfunktionär zurück
24.03.2026 - 11:23:27 | dts-nachrichtenagentur.deDorow ist Beisitzer im Bundesvorstand der Generation Deutschland, Beisitzer im schleswig-holsteinischen Landesvorstand der AfD sowie Vize-Fraktionschef im Kreistag Rendsburg-Eckernförde. Im Ausschlussantrag vom Februar hatte der AfD-Bundesvorstand einen schweren Vorwurf erhoben. Vier Äußerungen von Dorow legten "jedenfalls in ihrer Gesamtheit offensichtlich eine Nähe zum Nationalsozialismus" nahe. Die AfD wolle nicht mit "den Nationalsozialismus gutheißenden Einstellungen" in Verbindung gebracht werden.
Durch die Vorgänge sei Dorow "als Parteimitglied untragbar" geworden, heißt es darin; er habe der AfD "schwer geschadet". Nachdem das Ausschlussverfahren durch einen Bericht von Politico bekannt geworden war, hatten zahlreiche Funktionäre und Mandatsträger der Partei scharfe Kritik am Bundesvorstand geübt.
"Ich begrüße die Entscheidung des Bundesvorstands, das Parteiausschlussverfahren zurückzuziehen", sagte Dorow der "Welt". "Um diesen Kompromiss zu ermöglichen, die aktuelle Personaldiskussion zu befrieden und den Fokus wieder auf die politische Sacharbeit zu richten, bin ich von allen Ämtern in Partei und Jugendorganisation zurückgetreten."
Der GD-Bundesvorsitzende Jean-Pascal Hohm sagte: "Ich hätte mir eine vollständige Rücknahme der Parteiordnungsmaßnahme gewünscht, da ich sie nach wie vor für sachlich überzogen halte. Der nun gefundene Kompromiss zeigt jedoch, dass AfD und Generation Deutschland bereit sind, aufeinander zuzugehen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden."
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