Deutschland, Bundesregierung

Merkel lobt Merz: «Mit Charme und Stimme»

24.09.2025 - 22:57:04 | dpa.de

Dass die Ex-Kanzlerin und der Kanzler sich nicht verstehen, ist bekannt. Umso schwerer wiegt da ein überraschendes Lob Merkels. Zumindest mit einem Teil seiner Politik zeigt sie sich sehr zufrieden.

So viel Lob für Merz hatte Merkel schon lange nicht mehr übrig. - Foto: Gordon Welters/DER SPIEGEL/dpa
So viel Lob für Merz hatte Merkel schon lange nicht mehr übrig. - Foto: Gordon Welters/DER SPIEGEL/dpa

Ex-Kanzlerin Angela Merkel hat den heutigen Regierungschef Friedrich Merz für seine Außenpolitik in den ersten Monaten seiner Amtszeit gelobt. «Also als Staatsbürgerin finde ich es erstmal gut, was Friedrich Merz da gemacht hat», sagte sie in der «Spiegel»-Talkshow «Spitzengespräch», die am Abend in Berlin aufgezeichnet wurde. «Es ist erleichternd, ehrlich gesagt, dass Deutschland wieder mit Charme und Stimme in Europa und der Welt auftritt.» 

Merkel hat Merz mehrfach kritisiert

Das Verhältnis zwischen Merz und Merkel gilt seit vielen Jahren als zerrüttet. Die Ex-Kanzlerin hat ihren Nachfolger an der CDU-Spitze und im Kanzleramt mehrfach öffentlich kritisiert. Dass seine CDU/CSU-Fraktion noch im Wahlkampf einen Migrationsbeschluss im Bundestag mit den Stimmen der AfD durchgesetzt hat, bezeichnete sie als falsch. Und auch die Zurückweisung von Migranten an den deutschen Grenzen sieht sie kritisch.

Merz ist als Kanzler mit dem außenpolitischen Anspruch angetreten, Deutschland in Europa und in der Welt wieder eine stärkere Stimme zu verleihen. Seine Antrittsreisen nach Kiew, Paris oder Washington und seine Gipfelauftritte haben bisher ein überwiegend positives Medienecho hervorgerufen. 

Trump-Lob für Merz «nicht so relevant»

Dass auch US-Präsident Donald Trump den Kanzler in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung gelobt hat, spielt für Merkel keine große Rolle. «Die Frage, wie Donald Trump den deutschen Bundeskanzler und seine Vorgänger einschätzt, ist für mich, ehrlich gesagt, nicht so relevant», sagte sie. Es gehe jetzt darum, dass Deutschland und Europa einen eigenen Weg finden, sagte sie. «Wir werden schon sehr grundsätzliche Auseinandersetzungen leider mit der jetzigen (US-)Administration haben oder haben sie schon.»

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