Umfrage, Wohnen

Bezahlbares Wohnen entscheidet Wahlen / Umfrage zeigt hohe Unzufriedenheit mit Baupolitik

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 11:49 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Berlin - Der Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen und Eigenheimen hat sich zu einer der größten Sorgen der Bundesbürger entwickelt. Entsprechend hoch ist die Unzufriedenheit mit der Baupolitik. Für die Mehrheit der Deutschen ist die Wohnkrise zu einem wichtigen Aspekt ihrer Wahlentscheidung geworden. Das sind die Kernergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Civey im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle, einer politischen Vertretung mehrerer Bauwirtschaftsbranchen.
Bezahlbares Wohnen entscheidet Wahlen / Umfrage zeigt hohe Unzufriedenheit mit Baupolitik - Bild: presseportal.de

Bezahlbares Wohnen ist längst zu einem Problem jenseits der Metropolen geworden. Auch in kleineren und mittleren Städten fehlen vielerorts passende und erschwingliche Angebote. Das macht sich bemerkbar: 60 Prozent der Bevölkerung bezeichnen laut der Befragung die Situation auf dem Miet- und Kaufmarkt in ihrer Region als schlecht. Mit 76 Prozent sehen insbesondere die 40- bis 49-Jährigen, vielfach also Familien mit Kindern, die Lage negativ. Mehr als ein Viertel der Befragten gab an, zuletzt persönlich Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt gehabt zu haben. Bei den unter 39-Jährigen berichtet sogar knapp die Hälfte von konkreten eigenen Problemen mit bezahlbarem Wohnraum.

Wohnen als politische Schlüsselfrage

Zugleich gewinnt das Thema politisch erheblich an Brisanz, was nicht zuletzt die jüngste Abgeordnetenhauswahl in Berlin zeigt: Hier wurde die Partei "Die Linke" mit einem Wahlkampf zum bezahlbaren Wohnen stärkste Kraft. Bundesweit gaben 56 Prozent der Befragten an, dass dieses Thema für ihre Wahlentscheidung wichtig sei. Bei den unter 50-Jährigen ist die Wohnfrage sogar für 60 bis 72 Prozent ausschlaggebend für ihre Stimmabgabe.

Gleichzeitig sind 79 Prozent der Bundesbürger der Ansicht, dass die Bundesregierung nicht genug für den Bau bezahlbarer Wohnungen unternimmt. Thomas Drinkuth, Leiter der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG): "Zwischen den Problemen der Bürgerinnen und Bürger und den bisherigen politischen Anstrengungen klafft offensichtlich eine gewaltige Lücke. Weiterhin sinkende Baufertigstellungszahlen und hohe Mieten und Kaufpreise belegen das Ausmaß der Herausforderung. Die Politik ist zwar nicht untätig und arbeitet daran, dass schneller und kostengünstiger gebaut werden kann. Zudem fördert sie den sozialen Wohnungsbau stark. Doch das reicht nicht, um angesichts der Baukrise für spürbare Resultate zu sorgen."

Bürger wollen entschlossenere Baupolitik

Dabei gibt es konkrete baupolitische Lösungen, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Einige davon werden bereits diskutiert, warten jedoch auf Umsetzung. So sprechen sich 84 Prozent der Deutschen für Steuererleichterungen für den Bau von selbstgenutztem Wohneigentum aus. 77 Prozent halten den Erlass oder die Absenkung der Grunderwerbsteuer für Eigenheimbauherren für wichtig. Besonders groß fällt die Zustimmung zu schnelleren Planungs-, Antrags- und Genehmigungsprozessen aus. Neun von zehn Befragten halten diese für wichtig. Kostengünstiges Bauen durch den Verzicht auf nicht unbedingt notwendige Ausstattung und Standards finden 78 Prozent relevant. 73 Prozent sind für eine bessere Unterstützung der Wohnungswirtschaft beim Bauen, zum Beispiel durch staatliche Bürgschaften.

"Für uns sind die Ergebnisse eine klare Handlungsaufforderung an die Politiker in Bund und Ländern zu mehr Tempo und Entschlossenheit. Die Bemühungen um schnelleres und kostengünstigeres Bauen müssen fortgesetzt werden. Mindestens ebenso wichtig sind bessere Förderimpulse für selbstnutzende Eigentümer und für die Wohnungswirtschaft. Es braucht jetzt den politischen Willen, um diese Lösungen anzugehen und so mehr bezahlbares Wohnen zu ermöglichen - sonst drohen Frustentscheidungen bei kommenden Wahlen", so RTG-Leiter Drinkuth weiter.

Die repräsentative Umfrage wurde im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) vom Meinungsforschungsinstitut Civey im September und Oktober 2026 durchgeführt.

Die Repräsentanz Transparente Gebäudehülle ist das gemeinsame Hauptstadtbüro des Bundesverbands Flachglas, der Industrievereinigung Rollladen-Sonnenschutz-Automation und des Verbands Fenster + Fassade zusammen mit den Unternehmen Hunter Douglas, Roma, Somfy, Velux, Veka und Warema sowie den Kooperationspartnern Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz und EPPA Deutschland. Sie ist Impulsgeber und Dialogpartner für alle Politikakteure und Stakeholder, die die bau- und energiepolitischen Rahmenbedingungen gestalten.

Pressekontakt:

Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR
Florian Beißwanger, Senior Manager Public Relations / Public Affairs
E-Mail: beisswanger@rtg-politik.de
Tel.: +49 30 700 140 247
Unter den Linden 10
10117 Berlin

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