Maritimer Koordinator fordert schnelleren Ausbau der Wasserstraßen
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 01:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deHintergrund sind außergewöhnlich niedrige Pegelstände auf zahlreichen Flüssen infolge der anhaltenden Trockenheit. Für den Rhein in Düsseldorf wird am Samstag nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ein Pegel von nur noch 21 Zentimetern erwartet - zwei Zentimeter weniger als beim bisherigen Tiefststand aus dem Jahr 2018. Wegen des Niedrigwassers können Binnenschiffe ihre Ladung nur eingeschränkt transportieren. Das erhöht die Transportkosten und belastet vor allem Industriebranchen, die auf Massenguttransporte angewiesen sind.
Ploß verwies darauf, dass die Bundesregierung mit dem Haushaltsentwurf auch zusätzliche Mittel für die Wasserstraßen vorgesehen habe. "Außerdem müssen auch in Zukunft ausreichend Finanzmittel für die deutschen Wasserstraßen bereitgestellt werden. Die Bundesregierung hat auch dies mit dem neuen Haushaltsentwurf beschlossen", sagte der CDU-Politiker.
Zugleich hob der Maritime Koordinator die Bedeutung der Wasserwege für den Wirtschaftsstandort Deutschland hervor. "Der deutsche Industriestandort hängt von starken, leistungsfähigen Wasserstraßen ab."
Auch der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hatte angesichts des Niedrigwassers ein "Klima-Fitnessprogramm" für Deutschlands Wasserstraßen gefordert. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) warnte, der Rhein sei nicht nur "Lebensader", sondern auch einer der wichtigsten Handelswege Deutschlands.
