Thym sieht Türkei als Türsteher gegen Flüchtlinge aus dem Iran
09.03.2026 - 04:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deOb es tatsächlich zu einer Massenflucht kommt, hängt laut Thym entscheidend von der internen Stabilität des Irans ab. Maßgeblich sei, ob das Land infolge der Angriffe im Inneren zerbreche, etwa durch Aufstände von Oppositionsbewegungen oder ethnischen Gruppen. "Falls das nicht der Fall sein sollte, dürfte die Anzahl der Fluchtbewegungen vorerst begrenzt sein, was nicht null heißt, aber keine Massenflucht bedeutet", sagte Thym. Falls es jedoch zu Fluchtbewegungen im größeren Umfang kommen sollte, dürfte Deutschland erneut ein Hauptzielland innerhalb Europas sein.
Winfried Kluth, Vorsitzender des Sachverständigenrats für Integration und Migration, rät der Bundesregierung dennoch zur Vorsorge. "Es ist angesichts der traditionell starken Verbindungen zwischen Deutschland und dem Iran sicher sinnvoll, entsprechende Vorbereitungen zu treffen", sagte Kluth dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Er ergänzte jedoch, dass Deutschland und die EU heute besser gerüstet seien als in der Vergangenheit. Dank der neuen EU-Asylreform und einer "genauen Bestandsaufnahme" zu den vorhandenen Flüchtlingsunterkünften in den Kommunen sei eine geordnete Reaktion auf mögliche steigende Flüchtlingszahlen gut möglich.
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