Regierung und Bundeswehr üben Krisenreaktion auf Flugzeugentführung
20.05.2026 - 17:26:35 | dts-nachrichtenagentur.deIm Übungsszenario ging es um ein gestohlenes ziviles Luftfahrzeug, welches nach Analyse der zuständigen Stellen potentiell als Waffe genutzt werden konnte, hieß es aus Regierungskreisen. Das Flugzeug durchquerte demnach in der Übung Deutschland von Süden nach Norden. Mögliches Ziel war eine fiktive großen öffentlichen Veranstaltung.
In diesem sogenannten "Renegade"-Szenario wurde das Flugzeug laut Regierungskreisen auf Beschluss des Kabinetts durch eine Alarmrotte der Bundeswehr aus zwei Kampfflugzeugen des Typs Eurofighter abgefangen und bis zur Landung auf einem Flugplatz in Norddeutschland begleitet. Die Entscheidung fiel nach Angaben aus Regierungskreisen in hybrider Form. Dafür wurden sichere Kommunikationswege genutzt.
Die Übung sollte demonstrieren, dass Deutschland über die notwendigen Mittel und Strukturen verfügen, um auf Bedrohungen der Sicherheit im Luftraum schnell und angemessen reagieren zu können. Mit Krisenreaktionsübungen sollen offenbar angesichts der Zunahme hybrider Bedrohungen die Kompetenzen von Bund, Ländern und Sicherheitsbehörden in Krisenlagen gestärkt und der Schutz der Bevölkerung verbessert werden.
