Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Corona, Ausgangssperre

Die Lage am Wochenende zur Corona-Krise

21.03.2020 - 12:27:35

Bundesregierung berät über mögliche Ausgangssperre. Keine Neuinfektionen in Wuhan.

- Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft geht aufgrund der Corona-Krise von einem stark sinkenden Strom-Verbrauch aus. Viele Werke werden oder haben bereits ihre Produktion zurückgefahren. Dies sei einerseits nachteilig für das Wirtschaftswachstum, andererseits von Vorteil für das Weltklima. Anhand der Datenauswertung des ESA-Satelliten Sentinel-5P sind bereits Rückgänge der Stickoxid-Emissionen in China gemessen worden. Auch die Luft in Europa und den USA habe sich durch den Rückgang von Emissionen verbessert. So berichtet die BBC, dass in New York die Kohlenmonoxid-Werte um 50 Prozent gefallen sind. Eine langfristige Erholung für das Klima, stellen Experten jedoch nicht in Aussicht. So wird davon ausgegangen, dass nach der Corona-Krise die Produktion in den Werken wieder zu einem starken Anstieg der Emissionen führen wird. Jakob Graichen, vom Institut für angewandte Ökologie in Berlin, spricht in einem Interview mit dem Deutschlandfunk sogar von einer Zunahme der Luftverschmutzung, da die Wirtschaft vorerst wieder stabilisiert werden müsse.

 

- Die Zahl der Neuinfektionen ist in Südafrika rasant angestiegen. Bislang wurden vergleichsweise wenig COVID-19 Infektionen auf dem afrikanischen Kontinent registriert. Südafrikas Gesundheitsminister spricht jedoch jetzt schon davon, dass sich 60 bis 70 Prozent der Menschen infizieren werden. Bislang gebe es noch keine Todesfälle und die 240 bekannten Fälle befänden sich auch nicht in Lebensgefahr. Eine hohe Risikogruppe stellen jedoch HIV-Infizierte da. Südafrika hat mit 7,7 Millionen Menschen die meisten HIV-Infizierten weltweit.

- Arbeitsminister Heil verspricht Soloselbständigen und Kleinunternehmern einen einfacheren Zugang zur Grundsicherung. So soll auf Vermögensprüfungen verzichtet werden. Da viele Selbstständige derzeit ohne ein Einkommen auskommen müssen, sollen diese schneller und besser unterstützt werden. Dies soll auf einen unbürokratischen Weg erfolgen. Ebenso soll die Hinzuverdienstgrenze bei Rentnern angehoben werden, um diese wieder schneller in benötigte Berufe aufnehmen zu können.

- Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Thomas Bach will die Olympischen Spiele weiterhin durchführen. Viele Sportler und Sportlerinnen kritisieren jedoch das Vorgehen des IOC und sprechen sich für eine Absage aus. Die Spiele sollen im Juli und August in Japan stattfinden. Der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes Thomas Konietzko hält eine Absage der Olympischen Spiele zum jetzigen Zeitpunkt jedoch auch zu verfrüht. Konietzko hoffe darauf, dass sich die Lage bis Ende April erholt.

- Um einen sicheren Abstand zwischen Zusteller und Empfängern einzuhalten, soll beim Logistikunternehmen Hermes bei der Abnahme von Lieferungen auf dem Paket direkt unterschrieben werden. Die Zusteller fotografieren die Unterschrift danach ab. Damit soll der Kontakt zwischen Scanner und Empfänger aus hygienischen Gründen vermieden werden.

- In einem Würzburger Pflegeheim sind 9 Person an COVID-19 verstorben. Insgesamt seien 15 weitere Bewohner und mehr aös 20 Mitarbeiter ebenfalls mit dem Virus infiziert. Dem Personal und Bewohnern fehle es an Schutzkleidung und Atemmasken.

 

In Bayern wurden strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt um den Corona-Virus weiter einzudämmen. Wichtige Besorgungen wie Lebensmitteleinkäufe oder Wege zur Apotheke oder zum Arzt sind weiterhin möglich. Ebenso erlaubt ist der Weg zur Arbeit, sowie joggen oder Spaziergänge oder Freien. Die Beschränkungen sollen vom Ordnungsamt und der Polizei überwacht werden und bei Nichteinhaltung mit hohen Bußgeldern bestraft werden.

In Berlin werden unterdessen die Restaurants geschlossen. Ob eine bundesweite Ausgangssperre verhängt wird, sei vor Allem vom Verhalten der Bürgerinnen und Bürger abhängig. Daher soll am Samstag beobachtet werden, ob sich weiterhin Menschen in größeren Gruppen versammeln oder ob der Empfehlung, wenn möglich zu Hause zu bleiben, Folge geleistet wird. Ob eine bundesweite Ausgangssperre in Kraft tritt, soll am Sonntag in einer Telefonkonferenz zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin beraten werden.

Um die Lage besser beurteilen zu können, werden unter Anderem anonymisierte Ortungsdaten von Mobiltelefonen von der Telekom dem Robert Koch-Institut (RKI) zur Verfügung gestellt.

Allein am Freitag wurden in Deutschland über 4000 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Toten erhöhte sich hierzulande auf 48. In der chinesischen Großstadt Wuhan, in der als erstes von COVID-19 Erkrankungen berichtet wurde, sind dagegen keine neuen Corona-Infektionen gemeldet worden. Die Bewohner der Stadt, die seit Ende Januar unter Quarantäne stehen, müssen aber nach wie vor strenge Sicherheits- und Hygienemaßnahmen einhalten.

Im US-Bundesstaat Kalifornien wurde dagegen aufgrund ansteigender Neuinfektionen eine Ausgangssperre verhängt. 40 Millionen Bewohner sind davon betroffen. Auch der G-7 Gipfel, der im Juni auf dem Militärstützpunkt Camp David stattfinden sollte, wurde von US-Präsident Trump abgesagt. Stattdessen sollen die Staats- und Regierungschefs jedoch eine Videokonferenz abhalten.

 

@ ad-hoc-news.de