Bitcoin, Corona-Krise

Wie steht es derzeit um Bitcoin

15.04.2020 - 11:00:00

Bitcoin hat ein paar turbulente Wochen hinter sich. Nachdem sich zu Beginn des Jahres der Kurs positiv entwickelte, brach er im Zuge der Corona-Krise stark ein. Anschließend konnte er sich etwas erholen. Bärenfalle oder sorgt das Halving für die nächste große Rallye?

 
Quelle: Bild von Michael Wuensch auf Pixabay

Die Entwicklung des Bitcoin Kurses der letzten Wochen

Während in der ersten Aprilwoche der Preis von Bitcoin sich stramm auf die 7.000 US-Dollar zubewegte, brach er am 10. April 2020 erneut um mehrere Prozentpunkte ein und notierte anschließend bei 6.800 US-Dollar. Nach einem kurzen Kurssprung auf über 7.100 US-Dollar erfolgte ein Verlust von knapp 5 Prozent auf 6.700 US-Dollar.

Der Bitcoin-Kurs steckt im Krebsgang fest, auch wenn er sich längerfristig betrachtet durchaus verbessert hat. Vor zwei Wochen notierte die größte der Kryptowährungen bei knapp 6.000 US-Dollar. Allerdings war das nach dem Crash am Markt, ausgelöst durch die Corona-Krise, nachdem der Kurs für einige Tage unter 5.000 Dollar notierte.

Vor der Krise notierte der Kurs bei 8.000 US-Dollar. Der plötzliche Einbruch kam wie ein Schock für die Krypto-Fans, stellte er doch Bitcoins Nimbus als krisensichere Währung in Frage. jedoch gibt es dafür eine einfache Erklärung:

In solchen Krisen setzen viele Anleger lieber auf Bargeld und verkaufen daher ihre Assets. Zurzeit scheint die Krise überstanden, jedenfalls auf dem Krypto-Markt, auch wenn Bitcoin bislang nicht die Werte aus der Zeit vor der Krise erreicht. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 123.000.000.000 US-Dollar und Bitcoin dominiert die Altcoins in gewohnter Weise mit 64%.

Wohin wird sich der Preis entwickeln?

Momentan bemüht sich der Kurs um Stabilität. Wie er sich weiterentwickeln wird, dafür sind mehrere Szenarien möglich. Es ist nicht komplett auszuschließen, dass Bitcoin in absehbarer Zeit auf bis zu 3.000 US-Dollar fallen könnte. Das jedenfalls glaubt der Chef der Börse BitMEX, Arthur Hayes. Allerdings ist Hayes auf lange Sicht bullisch gestimmt. Am Ende des Jahres erwartet er einen Bitcoin Preis bei 20.000 US-Dollar. Viele Investoren nutzen daher den Bitcoin Dip, um in die Kryptowährung zu investieren. Inzwischen ist es auch möglich, mit PayPal Bitcoins zu kaufen. Möglicherweise liegt der aktuelle Boden bei 6.000 US-Dollar. Sollte er unter diesen Wert fallen, dann sind noch wesentlich drastischere Kursrückgänge möglich. Für bullishe Prognosen dürfte sich die 9.000 US-Dollar-Marke als Widerstand anbieten.

Hash Rate im Aufwind

Die Hash Rate ist ein guter Indikator abseits der technischen Analyse des Kurses. Sie beschreibt die gesamte sich im Netzwerk befindliche Rechenleistung der Miner. Die Hash Rate der vergangenen Wochen folgte einem klaren Aufwärtstrend, abgesehen von gelegentlichen Einbrüchen. Doch auch hier macht sich die Corona-Krise bemerkbar. Vom 09. März bis zum 21. März brach die Hash Rate um 30 Terahashes zusammen. Seitdem steigt die Rechenleistung wieder, die Miner geben also ein positives Signal.

Google Suchanfragen nach Bitcoin

Ein weiterer interessanter Indikator sind die Google Trends. Sie gibt das allgemeine Interesse der Menschen an Bitcoin wieder. Im März verdoppelten sich die Suchnachfragen nach Bitcoin in einem Maße, wie wir es seit 2018 nicht mehr gesehen hatten. Und dass während des Beginns der Corona-Krise und der damit einhergehenden Unsicherheiten am Markt. Das Interesse stieg, während der Bitcoin-Kurs zusammenbrach. Danach fielen ebenfalls die Suchanfragen nach Bitcoin und folgen seitdem dem Krebsgang des Kursverlaufes. Es gibt also im Moment keinen allgemeinen Hype.

Bitcoin Halving voraus

Ein wichtiger Termin für Bitcoin ist das anstehende Halving. Das Halving wird zur Mitte des März erwartet. Dann verringert sich der Block Reward um die Hälfte. Die beiden vorigen Halvings gingen den großen Kursrallyes ihrer Zeit voraus. Deswegen sind auch dieses Mal viele Anleger bullish gestimmt, was die Zeit nach dem Halving anbelangt. Allerdings dauerte es immer mindestens ein Jahr, bis die Kurse um das Vielfache stiegen. Es ist weiterhin möglich, dass das kommende Halving bereits eingepreist ist und große Kurssprünge daher ausbleiben werden. Ein Horrorszenario wäre der Zusammenbruch der Mining-Aktivitäten und damit des gesamten Netzwerkes. Viele Anleger sind trotzdem optimistisch gestimmt, was allein der Grund dafür sein könnte, den Kurs von Bitcoin zu beflügeln.