WhatsApp verschlüsselt jetzt auch geplante Nachrichten
22.02.2026 - 18:50:11 | boerse-global.deWhatsApp baut seinen Sicherheitskurs weiter aus. Neue Komfortfunktionen wie das Vorausplanen von Nachrichten werden direkt in die strenge Ende-zu-Ende-Verschlüsselung integriert. Das zeigt: Auch bei neuen Features bleibt der Datenschutz oberste Priorität.
Neue Funktionen mit integriertem Sicherheitsschloss
Die wohl spannendste Neuerung ist die native Möglichkeit, Nachrichten zu terminieren. Nutzer können Mitteilungen im Voraus verfassen und den Versand zu einem späteren Zeitpunkt planen. Das ist praktisch für die Kommunikation über Zeitzonen hinweg.
Entscheidend ist die technische Umsetzung. Auch diese geplanten Nachrichten werden sofort bei der Erstellung verschlüsselt. Sie verbleiben geschützt auf dem Gerät, bis sie versendet werden. So liegen zu keinem Zeitpunkt unverschlüsselte Inhalte auf WhatsApp-Servern.
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Parallel dazu rollt WhatsApp eine neue Gruppen-Funktion aus. Beim Hinzufügen neuer Mitglieder kann nun ein Teil des Chatverlaufs geteilt werden, typischerweise bis zu 100 Nachrichten. Dieser Prozess muss aktiv ausgelöst werden und bleibt vollständig Ende-zu-Ende-verschlüsselt.
Das Fundament: So funktioniert WhatsApps Verschlüsselung
Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung basiert auf dem hoch angesehenen Signal-Protokoll. Jede Nachricht wird auf dem Gerät des Senders mit einem einzigartigen kryptografischen Schloss versehen. Nur der Empfänger besitzt den passenden Schlüssel.
Dieser Vorgang läuft vollautomatisch im Hintergrund ab. Selbst WhatsApp als Betreiber hat keine Möglichkeit, auf die Inhalte zuzugreifen. Die Schlüssel liegen ausschließlich auf den Endgeräten der Nutzer.
Im Spannungsfeld zwischen Nutzern und Behörden
Die konsequente Haltung von WhatsApp steht im Kontrast zu Forderungen von Strafverfolgungsbehörden. Diese verlangen für die Kriminalitätsbekämpfung oft Zugang zu privaten Chats. Pläne wie die vieldiskutierte „Chatkontrolle“ in der EU stellen das Prinzip der Verschlüsselung fundamental infrage.
Kritiker befürchten: Hintertüren für staatliche Akteure würden die Sicherheit für alle Nutzer untergraben. Gleichzeitig stärkt Meta die Kontrollmöglichkeiten der Nutzer. Erst Ende Januar wurden die „Strikten Kontoeinstellungen“ vorgestellt, die Konten in einen Sperrmodus versetzen.
Die nächste Herausforderung wartet schon
Während heutige Verschlüsselung als sicher gilt, zeichnet sich am Horizont die nächste Bedrohung ab: Quantencomputer. Diese Superrechner könnten theoretisch aktuelle kryptografische Verfahren brechen.
Die Tech-Industrie forscht daher intensiv an Post-Quantum-Kryptografie. Das Signal-Protokoll wurde bereits um quantenresistente Algorithmen erweitert. Es ist wahrscheinlich, dass auch WhatsApp in Zukunft auf diese Technologie umstellen wird.
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