WhatsApp-Betrüger, Anleger

WhatsApp-Betrüger ködern Anleger mit Trading-Apps

18.01.2026 - 00:21:12

Verbraucherschützer und die Finanzaufsicht BaFin warnen vor einer neuen Welle professioneller Betrugsmaschen auf WhatsApp. Kriminelle locken Anleger in exklusive Gruppen und versprechen schnelle, hohe Gewinne. Experten sprechen bereits von einer inoffiziellen “Schwarzen Liste 2026” betrügerischer Apps.

Die Masche folgt einem ausgeklügelten Muster. Alles beginnt mit einer Einladung in eine WhatsApp-Gruppe mit Namen wie „Bullenmarkt Visionäre“. Dort bauen angebliche Finanz-Gurus systematisch Vertrauen auf. Sie teilen exklusive Marktanalysen und posten gefälschte Screenshots von hohen Gewinnen.

Sobald das Vertrauen da ist, drängen sie die Mitglieder, eine spezielle Trading-App herunterzuladen. Diese Apps sind nicht in offiziellen Stores zu finden. Sie simulieren anfangs Gewinne, um Opfer zu immer höheren Einzahlungen zu verleiten. Am Ende steht oft der Totalverlust der Ersparnisse.

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BaFin und BKA warnen vor diesen Namen

Die Aufsichtsbehörden verschärfen ihre Warnungen. Die BaFin verweist auf aktuelle Fälle von Identitätsdiebstahl. Kriminelle missbrauchen die Namen seriöser Finanzinstitute, um Seriosität vorzutäuschen.

  • PayDenPro: Betrüger gaben sich als US-Unternehmen Payden & Rygel aus.
  • Stifel: Der Name des Finanzdienstleisters wurde für eine gefälschte App missbraucht.

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt zudem vor „Pump-and-Dump“-Schemata. Dabei wird der Kurs von Penny-Aktien in Chatgruppen künstlich hochgetrieben, bevor die Betrüger ihre Anteile mit Gewinn verkaufen – und der Kurs zusammenbricht.

Millionen-Schäden und perfide Folgetricks

Der finanzielle Schaden ist enorm. Das BKA meldet bundesweite Schäden im zweistelligen Millionenbereich. Einzelne Opfer verlieren nicht selten sechsstellige Beträge.

Wenn ein Opfer seine vermeintlichen Gewinne auszahlen lassen will, beginnt der nächste Akt. Die Betrüger fordern plötzlich Zahlungen für angebliche Steuern oder Gebühren. Wird gezahlt oder verweigert, bricht der Kontakt ab – das Geld ist weg.

Besonders perfide: Beim „Recovery Scam“ melden sich die Kriminellen Monate später wieder. Sie bieten an, das verlorene Geld gegen eine weitere Gebühr zurückzuholen.

Warum WhatsApp für Betrüger ideal ist

Die Verlagerung auf Messenger-Dienste ist kein Zufall. WhatsApp bietet Kriminellen globale Reichweite bei hoher Anonymität. Die geschlossene Chat-Gruppe schafft ein Gefühl von Exklusivität und Vertrauen.

Die Täter agieren international, was die Strafverfolgung erschwert. Sie wechseln ständig die Namen von Gruppen und Apps, um Warnlisten zu entgehen. Für Verbraucher wird es so fast unmöglich, die Seriosität eines Angebots allein durch eine Google-Suche zu prüfen.

So können Sie sich schützen

Experten rechnen mit einer weitere Zunahme dieser Betrugsform. Der beste Schutz ist gesunde Skepsis und einfache Grundregeln.

  • Höchste Vorsicht bei unaufgeforderte Finanzangeboten in WhatsApp oder Social Media.
  • Unrealistische Renditeversprechen sind fast immer ein Betrugssignal.
  • Prüfen Sie den Anbieter zwingend in der Unternehmensdatenbank der BaFin.
  • Teilen Sie niemals Ausweiskopien oder Bankdaten über unsichere Kanäle wie WhatsApp.

Wer bereits Opfer geworden ist, sollte den Kontakt sofort abbrechen, Anzeige bei der Polizei erstatten und den Vorfall der BaFin melden.

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