Wahlkommission, Betrügern

Wahlkommission warnt vor Betrügern vor Nachwahlen

07.02.2026 - 13:11:12

Kriminelle locken mit gefälschten Stellenangeboten für Wahlhelfer und erbeuten Geld sowie sensible Identitätsdaten. Die Wahlkommission IEBC warnt vor der Betrugswelle vor den Nachwahlen.

Vor den Nachwahlen in Kenia nutzen Kriminelle die Personalwechsel der Wahlbehörde für Identitätsdiebstahl und Abzocke aus. Die unabhängige Wahlkommission IEBC warnt vor einer neuen Welle betrügerischer Jobangebote für Wahlhelfer. Die Täter nutzen die aktuelle Führungsübergabe, um ihre falschen Stellenausschreibungen glaubwürdig erscheinen zu lassen.

Ausnutzung einer Führungslücke

Der Zeitpunkt der Betrugswelle scheint genau kalkuliert: Erst kündigte die IEBC am 3. Februar den Rücktritt ihres CEOs Marjan Hussein Marjan an, zwei Tage später folgte die Ernennung von Moses Ledama Sunkuli zum kommissarischen Chef. In dieser Phase des Übergangs schlagen Betrüger nun zu.

Sie nutzen die mediale Aufmerksamkeit um den Personalwechsel und den dringenden Personalbedarf für die Nachwahlen am 26. Februar aus. In betrügerischen Anzeigen auf WhatsApp und X locken sie Arbeitsuchende mit angeblichen Stellen als Wahlhelfer oder Wahlleiter. Die Täter erzeugen gezielt den Druck, schnell handeln zu müssen, um eine Stelle zu ergattern.

Anzeige

Passend zum Thema Messenger-Betrug: Kriminelle locken mit falschen Jobangeboten, fordern Bewerbungsgebühren und lassen Opfer Ausweisdokumente auf Scheinseiten hochladen. Das kostenlose Anti-Phishing-Paket erklärt in 4 Schritten, wie Sie gefälschte Stellenanzeigen erkennen, Phishing-Nachrichten enttarnen und Ihre Identitätsdaten sichern — inklusive Schutzmaßnahmen gegen CEO-Fraud und Social-Engineering. Praktische Checklisten helfen sofort. Anti-Phishing-Paket jetzt herunterladen

Doppeltes Spiel: Geld und Daten

Die IEBC warnt vor einem zweigleisigen Betrugssystem. Zunächst fordern die falschen Stellenausschreibungen eine „Bewerbungsgebühr“ von umgerechnet 10 bis 20 Euro, die auf private Handynummern überwiesen werden soll. Die Kommission betont: Sie verlangt niemals Geld für eine Bewerbung.

Gefährlicher ist jedoch der zweite Schritt: Die Opfer werden aufgefordert, hochsensible persönliche Dokumente wie Ausweiskopien oder Steuerbescheinigungen auf gefälschten Websites hochzuladen. Diese sehen den offiziellen Seiten der Wahlbehörde täuschend ähnlich.

„Diese Daten werden für Identitätsdiebstahl genutzt“, warnt die Kommission. Mit den gestohlenen Informationen können Kriminelle Bankkonten eröffnen, Kredite aufnehmen oder SIM-Karten für illegale Aktivitäten registrieren.

Teil eines größeren Trends

Die Betrugswelle um die Wahlhelfer-Jobs ist kein Einzelfall. Erst am 6. Februar warnten sowohl Präsident William Ruto als auch Arbeitsminister Alfred Mutua vor unseriösen Vermittlungsagenturen, die nicht existierende Jobs im Ausland versprechen.

Die Synchronisation der Wahlbetrügereien mit den aktuellen Personalnachrichten der IEBC zeigt ein hohes Maß an Organisation. Die Kriminellen reagieren blitzschnell auf die Nachrichtenlage und passen ihre Masche an. Die Polizei hat bereits zahlreiche Anzeigen von Opfern erhalten, die auf gefälschten Briefköpfen sogar „Ernennungsschreiben“ erhalten hatten.

So schützen sich Bewerber

Die Wahlkommission hat klare Richtlinien für legitime Bewerbungen veröffentlicht:

  1. Nur offizielle Quellen: Echte Stellen werden ausschließlich auf der IEBC-Website (www.iebc.or.ke) und verifizierten Social-Media-Kanälen ausgeschrieben.
  2. Keine Gebühren: Die IEBC verlangt zu keinem Zeitpunkt des Bewerbungsprozesses Geld.
  3. Sichere Kanäle: Bewerbungen laufen nur über das offizielle Karriereportal jobs.iebc.or.ke. Kurzlinks in Social-Media-Gruppen sollten gemieden werden.
  4. Verdächtiges melden: Fake-Anzeigen sollten umgehend der Polizei oder der IEBC gemeldet werden.

Mit dem Näherrücken des Wahltermins am 26. Februar will die Kommission ihre Aufklärungskampagnen verstärken. Cybersecurity-Experten rechnen damit, dass die Betrugsversuche in den kommenden Wochen weiter zunehmen werden. Ihr Rat an alle Jobsuchenden: Ungesicherte Jobangebote per Nachrichtendienst, die zu schnellem Handeln und Vorauszahlungen drängen, sollten stets kritisch hinterfragt werden.

Anzeige

PS: Sie wurden schon einmal um eine Gebühr gebeten oder sollten persönliche Dokumente per Link hochladen? Dieses Anti-Phishing-Paket zeigt in einer klaren 4‑Schritte-Anleitung, wie Sie gefälschte Karriereangebote sofort erkennen, sichere Kommunikationskanäle prüfen und eine Anzeige korrekt bei Polizei oder Kommission einreichen. Mit Praxistipps, Beispielen aktueller Maschen und Sofortmaßnahmen gegen Identitätsdiebstahl. Anti-Phishing-Guide kostenlos anfordern

@ boerse-global.de