Umarmungen, Stress

Umarmungen senken Stress durch Oxytocin-Ausschüttung

08.02.2026 - 07:10:12

Körperliche Nähe setzt das Hormon Oxytocin frei, das die Ausschüttung von Cortisol bremst und so die Stressreaktion dämpft. Studien belegen positive Effekte auf Wohlbefinden und psychische Widerstandsfähigkeit.

Eine herzliche Umarmung dämpft die körpereigene Stressreaktion. Verantwortlich dafür ist das Hormon Oxytocin, das bei körperlicher Nähe ausgeschüttet wird.

So wirkt das „Kuschelhormon“ im Körper

Bei einer Umarmung setzt das Gehirn Oxytocin frei. Dieses Neuropeptid wirkt direkt auf das zentrale Stresssystem des Körpers, die sogenannte HPA-Achse. Es bremst die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol.

Studien zeigen: Menschen mit regelmäßigem Körperkontakt haben niedrigere Cortisol-Werte – besonders in angespannten Situationen. Bei Frauen kann eine Umarmung des Partners die Cortisol-Freisetzung nach akutem Stress signifikant reduzieren.

Mehr als Entspannung: Oxytocin stärkt Bindungen

Oxytocin fördert nicht nur die Entspannung, sondern auch soziale Verbundenheit und psychische Widerstandsfähigkeit. Es verstärkt Gefühle von Vertrauen und Sicherheit in Beziehungen und wirkt so als Puffer gegen Belastungen.

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Interessant: Die positive Wirkung entfaltet sich am stärksten im sozialen Kontext, etwa durch Blickkontakt oder gegenseitige Unterstützung. Fehlt diese Nähe, steigt das Krankheitsrisiko.

Einfache Strategie für den Alltag

Die Forschungsergebnisse liefern eine klare Handlungsempfehlung für die mentale Gesundheitsvorsorge: Integrieren Sie bewusst mehr körperliche Nähe in den Alltag.

  • Bereits kurze, herzliche Umarmungen mit nahestehenden Personen können den Oxytocin-Spiegel erhöhen.
  • Englische Forscher fanden heraus, dass Umarmungen ab fünf Sekunden Dauer einen größeren Effekt auf das Wohlbefinden haben.
  • Für Alleinlebende kann auch der Kontakt zu Haustieren eine Quelle für körperliche Nähe und hormonelle Entspannung sein.

Berührung als Medizin der Zukunft

Die Wissenschaft erkennt zunehmend den Wert der „Berührungsmedizin“. Während sich die moderne Medizin oft auf Technologie und Pharmazie konzentriert, rücken psycho-soziale Ansätze in den Vordergrund.

Aktuelle klinische Studien untersuchen bereits Oxytocin-Nasensprays zur Behandlung von Angststörungen. Parallel wächst das Bewusstsein, dass die natürliche Stimulation durch echte, physische Verbindungen eine nachhaltige Alternative bietet.

In einer Zeit digitaler Kommunikation wird die bewusste Pflege persönlicher Kontakte damit zu einem entscheidenden Faktor für die mentale Gesundheit. Die einfache Umarmung könnte sich als eines der wirksamsten Werkzeuge gegen alltäglichen Stress erweisen.

@ boerse-global.de