UBS Aktie: Verordnung mit Milliarden-Wirkung
17.04.2026 - 10:26:58 | boerse-global.deKommende Woche könnte für UBS teuer oder entlastend werden — je nachdem, wie der Schweizer Bundesrat entscheidet. Am 22. oder 29. April veröffentlicht er eine Verordnung, die regelt, wie viele immaterielle Vermögenswerte UBS aus seinem CET1-Kernkapital herausrechnen muss. Die Zahlen dahinter sind erheblich.
Partielle Entlastung in Sicht
Bank of America-Analysten erwarten, dass die Verordnung latente Steueransprüche bis zu einer Obergrenze von 10 % auf das CET1-Kapital anrechenbar macht — analog zu den Basel-III-Standards. Tritt dieses Szenario ein, sinkt die Kapitalbelastung durch immaterielle Vermögenswerte von rund 10,8 Milliarden auf 6,2 Milliarden US-Dollar.
Das wäre eine spürbare Erleichterung. Allerdings nur ein Teil des Gesamtbildes.
Das eigentliche Risiko: Ausländische Töchter
Die größere Baustelle bleibt die Kapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften. Die Schweiz fordert seit dem Credit-Suisse-Kollaps 2023, dass UBS diese Einheiten vollständig mit CET1-Kapital hinterlegt. UBS hält die Forderung für überzogen.
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Die Bank schätzt, dass beide Regelwerke zusammen rund 22 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Kapital erfordern würden — gemessen an der Position Ende 2024. Gleichzeitig soll die April-Veröffentlichung laut Bloomberg mit einem zweiten Vorschlag zur Behandlung ausländischer Töchter zusammenfallen. Das Parlament debattiert das Thema am 4. Mai.
Eine Kerngruppe von Parlamentariern hat UBS intern signalisiert, einen Kompromiss anstreben zu wollen. Den vollständigen Gesetzgebungsprozess erwartet niemand vor Ende 2026.
Aktionäre und Quartalszahlen
Auf der Generalversammlung am 15. April stimmten die Aktionäre nahezu einstimmig für alle Anträge. Die Dividende von 1,10 US-Dollar je Aktie wurde ebenso bestätigt wie Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher und sein Team bis 2027.
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Am 29. April folgen die Q1-Zahlen. Analysten rechnen für das Gesamtjahr mit einem Gewinn von 3,22 US-Dollar je Aktie. UBS selbst peilt für 2026 eine RoCET1-Ausstiegsrate von rund 15 % an — und für 2028 rund 18 % bei einer Kosten-Ertrags-Quote von etwa 67 %.
Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 12 Prozent zugelegt und notiert bei 36,45 Euro — damit klar über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Ob dieser Aufwärtstrend Bestand hat, entscheidet sich maßgeblich in den nächsten zwölf Tagen: Bundesrats-Verordnung und Quartalsbericht zusammen werden zeigen, wie viel regulatorisches Risiko tatsächlich eingepreist werden muss.
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