Tianjin, Port

Tianjin Port tanzt das vollautonome „Digitale Ballett“

16.01.2026 - 11:26:12

Der chinesische Hafen Tianjin hat den weltweit ersten menschenleeren Containerterminal in Betrieb genommen. Künstliche Intelligenz steuert den Umschlag, steigert die Effizienz und reduziert Emissionen.

Tianjin Port hat den weltweit ersten vollständig menschenleeren Hafenbetrieb verwirklicht. Künstliche Intelligenz und Roboter steuern den gesamten Containerumschlag in einer präzisen Choreografie – ein Meilenstein für die globale Logistik.

Ein choreografierter Hafenbetrieb

Am Freitag, dem 16. Januar 2026, verkündete der chinesische Hafen den Durchbruch: Der intelligente Containerterminal läuft nun vollautonom. Dutzende blaue Transportroboter, sogenannte Artificial Intelligence Robots of Transportation (ARTs), navigieren mit Millimetergenauigkeit. Sie arbeiten Hand in Hand mit fahrerlosen Kaikränen, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.

„Der digitale Zwilling des Hafens ermöglicht eine Echtzeit-Steuerung, die einem sorgfältig einstudierten ‚digitalen Ballett‘ gleicht“, erklärt Qu Ming, stellvertretender Direktor für digitale Transformation beim Tianjin Port Group. Anders als herkömmliche Fahrzeuge folgen die KI-Roboter keinen Magnetschienen im Boden. Sie orientieren sich dynamisch per Satellitennavigation, LiDAR und Kameras.

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Getrieben von „PortGPT“ und 5G

Das Herzstück der Operation ist „PortGPT“, ein großes KI-Modell, das gemeinsam mit Huawei entwickelt wurde. Es verarbeitet riesige Datenmengen aus der Logistik. Eingebettet in einen Technologie-Stack aus 5G, Cloud-Computing und digitalen Zwillingen revolutioniert es die Planung.

Aufgaben, für die Planer früher 24 Stunden benötigten – wie die Zuordnung von Liegeplätzen oder die Lagerverwaltung – löst das System nun in etwa zehn Minuten. Diese Geschwindigkeit erlaubt es der KI, Routen und Abläufe sekundenschnell neu zu berechnen, wenn sich das Wetter ändert oder ein Schiff Verspätung hat. Die Folge ist eine widerstandsfähige Logistik, die selbst unter Stress effizient bleibt.

Mehr Effizienz, null Emissionen

Die Zahlen belegen den Erfolg: Das intelligente Terminal schafft eine Umschlagleistung von 36 Standardcontainern (TEU) pro Stunde. Herkömmliche Terminals kommen meist nur auf 28 bis 30 TEU. Doch der Gewinn ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch.

Der Terminal arbeitet als „smartes Null-Emissions-Projekt“. Er wird vollständig mit vor Ort erzeugter Wind- und Solarenergie betrieben. Die elektrischen ARTs ersetzen dieselbetriebene Fahrzeuge und sparen so erhebliche CO₂-Emissionen ein. Auch die Arbeitsplätze wandeln sich: Statt 800 Mitarbeiter sind nur noch etwa 200 nötig. Sie überwachen den Betrieb aus sicheren Leitständen, statt an der gefährlichen Kaikante zu arbeiten.

Blaupause für Häfen weltweit?

Die Auszeichnung folgte dem Erfolg auf dem Fuß: Bereits Ende Dezember 2025 erhielt das hauseigene Automationssystem den 13. Tianjin Patent Gold Award. Und im ersten Geschäftswochenende 2026 bewältigte der Hafen den Schiffsverkehr reibungslos – ein erster Stresstest, den das System bestand.

Branchenbeobachter sehen in Tianjins Modell eine Blaupause für Häfen weltweit. In einer Zeit, in der globale Lieferketten unter Druck stehen, bietet die Fähigkeit, chaotische Logistik in synchronisierte Präzision zu verwandeln, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Während die blauen Roboter in Tianjin ihr stilles Ballett aufführen, könnte ihr Tanz die Zukunft des Warenverkehrs prägen.

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