Telegram, Einfallstor

Telegram wird zum Einfallstor für Cyberkriminelle

06.02.2026 - 08:01:12

Analysen zeigen, dass Telegram trotz Privatsphäre-Funktionen zum Hochrisiko-Umfeld für Nutzer geworden ist. Aktive Kontosicherung durch Sitzungskontrolle und Zwei-Faktor-Authentifizierung ist dringend erforderlich.

Die Messenger-App verzeichnet deutlich mehr Bedrohungen als größere Konkurrenten. Nutzer müssen ihre Konten jetzt besonders schützen.

Berlin – In der digitalen Welt wird die Sicherheit privater Kommunikation immer wichtiger. Aktuelle Analysen zeigen einen alarmierenden Anstieg von Cyber-Bedrohungen auf Messaging-Plattformen. Besonders betroffen ist Telegram, das trotz seiner Privatsphäre-Funktionen zum Hochrisiko-Umfeld geworden ist. Ein aktueller Bericht belegt, dass die App deutlich mehr Cyber-Gefahren verzeichnet als einige größere Wettbewerber. Für Nutzer bedeutet das: Sie müssen ihre Konten jetzt aktiv absichern.

Warum aktive Sitzungen zur Gefahr werden

Die Bequemlichkeit, Messenger-Apps auf mehreren Geräten zu nutzen, schafft potenzielle Schwachstellen. Jedes angemeldete Smartphone, Tablet oder jeder Computer stellt eine aktive Sitzung dar – und damit ein mögliches Einfallstor für Hacker. Berichte aus dem ersten Quartal 2026 zeigen, dass Kriminelle Messaging-Dienste zunehmend für Phishing-Angriffe und die Verbreitung von Schadsoftware nutzen.

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Laut einem Report vom 5. Februar 2026 hat sich Telegram zu einem bedeutenden Kanal für Cyber-Risiken entwickelt. Kriminelle missbrauchen die Privatsphäre-Funktionen der App, um bösartige Aktivitäten zu verschleiern. Eine weitere Analyse eines Cybersicherheitsunternehmens vom 2. Februar 2026 dokumentierte eine Kampagne, bei der Hacker ein Implantat nutzten, das Telegram für seine Kommunikation verwendet. Das zeigt: Die Plattform wird für ausgeklügelte Cyberangriffe instrumentalisiert.

So kontrollieren Sie Ihre angemeldeten Geräte

Eine aktive Sitzung ist jede Instanz, in der Ihr Telegram-Konto auf einem Gerät eingeloggt ist. Die Synchronisation von Chats über alle Geräte ist praktisch, birgt aber Risiken. Ein altes, nicht mehr genutztes Handy, ein öffentlicher Computer, von dem Sie sich nicht abgemeldet haben, oder ein mit Malware infiziertes Gerät – all das könnten offene Zugänge zu Ihren privaten Nachrichten sein.

Jede Sitzung enthält Metadaten wie Gerätetyp, IP-Adresse und Zeitpunkt der letzten Aktivität. Die regelmäßige Überprüfung dieser Informationen ist ein entscheidender Sicherheits-Schritt. Unbekannte Geräte oder Sitzungen aus unerwarteten Regionen sind Warnsignale für einen möglichen Kontozugriff durch Dritte.

So überprüfen und beenden Sie aktive Sitzungen:
1. Einstellungen öffnen: Starten Sie die App und tippen Sie auf das Menü „Einstellungen“.
2. Datenschutz und Sicherheit: Wählen Sie hier „Datenschutz und Sicherheit“.
3. Geräte anzeigen: Tippen Sie auf „Geräte“ (oder „Aktive Sitzungen“). Hier sehen Sie eine Liste aller Geräte, auf denen Ihr Konto angemeldet ist.
4. Sitzungen prüfen: Prüfen Sie die Liste sorgfältig. Jeder Eintrag zeigt Gerätename, Standort und Datum der letzten Aktivität.
5. Sitzungen beenden: Bei unbekannten oder nicht mehr genutzten Geräten können Sie die Sitzung durch Antippen und Auswahl von „Sitzung beenden“ einzeln beenden. Die Option „Alle anderen Sitzungen beenden“ meldet Sie von allen Geräten ab – außer von dem, das Sie gerade verwenden.

Der entscheidende zweite Schutzfaktor

Die Kontrolle aktiver Sitzungen ist wirksam, sollte aber mit anderen Sicherheitsmaßnahmen kombiniert werden. Die wichtigste zusätzliche Schutzschicht ist die Zwei-Schritt-Verifizierung (2SV), auch als Zwei-Faktor-Authentifizierung bekannt.

Wenn Sie 2SV aktivieren, müssen Sie bei der Anmeldung auf einem neuen Gerät neben dem SMS-Code ein zusätzliches Passwort eingeben. Selbst wenn Angreifer den SMS-Code abfangen, können sie ohne dieses zweite Passwort nicht auf Ihr Konto zugreifen. Die Funktion lässt sich in den „Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen“ einrichten. Experten raten dringend, eine Wiederherstellungs-E-Mail-Adresse zu hinterlegen.

Die Zukunft erfordert digitale Hygiene

Gerade die Features, die Telegram für sicherheitsbewusste Nutzer attraktiv machen – starke Verschlüsselung und minimale Datensammlung – werden von Kriminellen für ihre Zwecke ausgenutzt. Diese Doppelnatur erhöht die Verantwortung der Nutzer, wachsam zu bleiben.

Da Cyberkriminelle ihre Methoden ständig verfeinern und zunehmend auf Automatisierung und KI setzen, sind Aufmerksamkeit und proaktive Sicherheitsmaßnahmen die beste Verteidigung. Die Bedrohungslage entwickelt sich ständig weiter. Der Schlüssel zur Sicherheit liegt nicht in einer einmaligen Aktion, sondern in einer kontinuierlichen digitale Hygiene. Dazu gehören regelmäßige Kontrollen der aktiven Sitzungen, starke Passwörter, aktivierte Zwei-Schritt-Verifizierung und Skepsis gegenüber unerwünschten Links oder Dateien.

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