Studie untersucht Psilocybin-Microdosing gegen Depressionen
21.02.2026 - 07:10:12 | boerse-global.deEine neue klinische Studie der Phase II soll die Wirkung von Psilocybin-Microdosing auf Depressionen prüfen. Die Forschung entzaubert zugleich den Hype um die Praxis als Kreativitäts-Booster.
Der Trend, winzige Dosen psychedelischer Substanzen wie Psilocybin einzunehmen, stammt aus dem Silicon Valley. Er verspricht mehr Fokus und Kreativität ohne Rausch. Bisher stützten sich diese Versprechen vor allem auf Erfahrungsberichte. Nun liefert die Wissenschaft ein immer differenzierteres Bild.
Kreativität: Mehr Originalität, nicht mehr Ideen
Eine zentrale Behauptung der Microdosing-Befürworter ist die Steigerung der Kreativität. Eine Mega-Analyse dreier placebokontrollierter Studien kam zu einem spezifischen Ergebnis: Microdosing verbesserte nicht die Anzahl der generierten Ideen. Auch das logische, konvergente Denken blieb unbeeinflusst.
Doch es gab einen subtilen Effekt. Die Teilnehmer unter Mikrodosis produzierten originellere und unkonventionellere Lösungen. Microdosing könnte also helfen, eingefahrene Denkmuster zu durchbrechen – auch wenn es nicht zu einem Ideenregen führt.
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Der mächtige Placebo-Effekt
Eine große Herausforderung ist die Trennung von echter Wirkung und reiner Erwartung. Eine Citizen-Science-Studie des Imperial College London lieferte hier ein ernüchterndes Resultat. Die Teilnehmer bereiteten dabei selbst Placebos und Mikrodosen in einem blinden Verfahren vor.
Das Ergebnis? Das Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit stiegen in beiden Gruppen gleichermaßen. Auch in kognitiven Tests gab es keine signifikanten Unterschiede. Die Macht der Erwartung war entscheidend. Einige Teilnehmer, die nur Placebos erhalten hatten, waren später überrascht – sie waren fest von einer Wirkung überzeugt gewesen.
Risiken und rechtliche Grauzone
Trotz des Forschungsbooms bleibt der Kontext heikel. Substanzen wie Psilocybin (in „Magic Mushrooms“) und LSD fallen in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz. Besitz und Handel sind strafbar.
Die Forschung zu Langzeitfolgen ist noch nicht abgeschlossen. Zudem birgt der Bezug über den Schwarzmarkt Risiken durch unreine oder falsch dosierte Substanzen. Die Wissenschaft konzentriert sich daher auf streng kontrollierte klinische Studien.
Fokus verschiebt sich auf Therapie
Die aktuelle Forschung entfernt sich vom Bild des universellen Leistungsboosters. Stattdessen rücken klar definierte therapeutische Anwendungen in den Vordergrund – wie die nun angekündigte Studie zu Depressionen.
Die Dominanz des Placebo-Effekts legt nahe: Ein großer Teil des wahrgenommenen Nutzen könnte von der bewussten Absicht zur Selbstverbesserung und dem Ritual der Einnahme stammen. Die Zukunft wird zeigen, ob sich in strengen Studien ein echter medizinischer Nutzen nachweisen lässt. Bis dahin bewegt sich die Praxis in einer rechtlichen und wissenschaftlichen Grauzone.
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