Studie: Sport schlägt oft Psychotherapie und Medikamente
12.02.2026 - 19:31:11Eine neue Mega-Analyse bestätigt: Sport ist eine hochwirksame Therapie gegen Depressionen und Ängste. Die im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Studie zeigt, dass Bewegung in vielen Fällen sogar besser wirkt als Standardtherapien.
Ein australisches Forschungsteam der James Cook University wertete dafür 63 Übersichtsstudien mit fast 80.000 Teilnehmern aus. Das Ergebnis ist eindeutig: Alle Formen körperlicher Aktivität lindern die Symptome signifikant. Die Wissenschaftler fordern nun, Sport als evidenzbasierte Erstlinien-Intervention zu etablieren.
Bewegung als wirksamste Waffe gegen Depressionen
Die Analyse ergab einen mittelgroßen Effekt von Sport auf depressive Symptome. Besonders stark profitieren junge Erwachsene (18-30 Jahre) und Frauen nach der Geburt. Schon Trainingseinheiten von bis zu zwölf Wochen Dauer zeigten messbare Erfolge.
Doch welche Sportart hilft am besten?
* Aerobic-Übungen wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren zeigten die stärkste Wirkung.
* Gruppentraining oder angeleitete Kurse waren besonders effektiv. Der soziale Faktor und die gegenseitige Verantwortung verstärken den therapeutischen Effekt deutlich.
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Auch bei Ängsten ist Sport die Lösung
Bei Angststörungen wirkt Bewegung ebenfalls – allerdings anders dosiert. Hier sind kürzere und weniger intensive Programme über etwa acht Wochen am erfolgreichsten. Zu hohe Intensität kann bei Angstpatienten überfordernd wirken.
Die gute Nachricht: Praktisch jede Bewegungsform hilft. Von Aerobic über Krafttraining bis zu Yoga – alle zeigten positive Effekte. Die Studie unterstreicht damit die Notwendigkeit individuell zugeschnittener Programme.
Warum wirkt Bewegung wie Medizin?
Die neurobiologischen Gründe sind gut erforscht. Sport:
* fördert die Neuroplastizität und hilft dem Gehirn, neue Verbindungen zu knüpfen.
* balanciert Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin aus.
* steigert die Produktion des Nervenzell-Wachstumsfaktors BDNF.
Psychologisch unterbricht Bewegung das Grübeln, reduziert Stress und stärkt das Selbstwirksamkeitsgefühl. Allerdings warnen Experten: Für schwer depressiv Erkrankte kann der Einstieg eine unüberwindbare Hürde sein. Hier muss oft erst eine medikamentöse oder therapeutische Basis geschaffen werden.
Wird Sport jetzt auf Rezept verschrieben?
Angesichts der überwältigen Datenlage fordern die Studienautoren ein Umdenken. Sie appellieren an Therapeuten und Ärzte: „Verschreiben Sie Bewegung mit demselben Vertrauen wie traditionelle Behandlungen.“
Die Vision: Öffentliche Gesundheitsrichtlinien sollen Sport als zugängliche und kosteneffektive Standardtherapie verankern. Konkrete, betreute Trainingspläne könnten so zum festen Bestandteil der Behandlung werden – und die psychische Gesundheitsversorgung für Millionen Menschen revolutionieren.
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