Studie, Passwort

Studie: „password“ ist 2026 das unsicherste Passwort

22.02.2026 - 19:01:12 | boerse-global.de

Eine aktuelle Analyse belegt, dass Nutzer weiterhin extrem schwache Passwörter wie '123456' verwenden und diese häufig wiederverwenden, was automatisierte Angriffe massiv erleichtert.

Trotz aller Warnungen und Hackerangriffe bleibt „password“ das weltweit beliebteste und gefährlichste Passwort. Das zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsunternehmens Plasma. Die Analyse offenbart eine gefährliche Kluft zwischen Sicherheitsempfehlungen und tatsächlichem Nutzerverhalten – und das in einer Zeit massiver Datenlecks und raffinierter Phishing-Kampagnen.

Die ewigen Top-Ten der Schwachstellen

Die Studie identifiziert nicht nur Einzelfälle, sondern vorhersehbare Muster. Auf Platz eins steht mit über 10,3 Millionen Suchanfragen im vergangenen Jahr das Wort „password“ selbst. Die weiteren Plätze der Top 25 belegen altbekannte Klassiker wie „123456“, „qwerty“ oder „admin“. Solche Passwörter können Angreifer in weniger als einer Sekunde knacken.

Die größte Schwachstelle sind laut Studie auf- oder absteigende Zahlen- und Buchstabenfolgen. Eine Befragung aus dem Januar 2026 unterstreicht das Problem: Rund 65 Prozent der Nutzer verwenden vorhersehbare Muster oder persönliche Informationen wie Geburtsdaten in ihren Passwörtern. Noch kritischer ist die Wiederverwendung: 83 Prozent nutzen nicht für jeden Account ein eigenes Passwort.

Ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle

Die Gefahr ist alles andere als theoretisch. Schwache und mehrfach genutzte Passwörter befeuern ein riesiges Ökosystem der Cyberkriminalität. Ende Januar 2026 entdeckten Sicherheitsforscher eine ungeschützte Datenbank mit 149 Millionen Login-Daten für Dienste wie Gmail, Facebook, Netflix und diverse Bankenplattformen.

Solche gigantischen Datensätze, oft durch Infostealer-Malware gestohlen, sind der Treibstoff für automatisierte Angriffe. Beim „Credential Stuffing“ probieren Bots gestohlene Kombinationen aus Benutzername und Passwort systematisch auf unzähligen Webseiten aus. Allein 2024 erbeuteten Infostealer über 548 Millionen Passwörter. Das Risiko besteht also auch dann, wenn der Dienstleister selbst nicht direkt gehackt wurde.

Die Verteidigung muss sich ändern

Während Nutzer an einfachen Passwörtern festhalten, entwickeln Angreifer ihre Methoden weiter. Künstliche Intelligenz wird deren Fähigkeit, Passwörter zu erraten und zu knacken, voraussichtlich noch verstärken. Herkömmliche Komplexitätsregeln – Großbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen – verlieren an Wirkung, weil Nutzer sie mit vorhersehbaren Tricks erfüllen.

Cybersicherheitsexperten raten daher zu einer mehrschichtigen Verteidigungsstrategie:
* Einzigartige, starke Passwörter für jeden Account.
* Passwort-Manager zum Generieren und sicheren Speichern komplexer Passwörter.
* Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) als entscheidende zusätzliche Sicherheitsebene.

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Die Zukunft ist passwortlos – die Gegenwart riskant

Die Industrie arbeitet an einer „passwortlosen“ Zukunft mit Technologien wie Passkeys, die auf kryptografischen Prinzipien basieren. Die flächendeckende Einführung steht jedoch noch aus.

Bis dahin bleibt die digitale Welt auf ein Sicherheitsmodell angewiesen, das durch menschliche Gewohnheiten ausgehebelt wird. Die aktuellen Studienergebnisse sind ein deutliches Signal, dass grundlegende Sicherheitspraktiken in gefährlichem Ausmaß ignoriert werden. Solange Nutzer nicht auf leicht zu erratende Passwörter verzichten und stärkere Gewohnheiten etablieren, werden massive Datenlecks und Account-Übernahmen den digitalen Alltag prägen.

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