Studie, Lernen

Studie: Lesen und Lernen senkt Alzheimer-Risiko um 40 Prozent

23.02.2026 - 08:30:11 | boerse-global.de

Regelmäßiges Lesen und Lernen kann den Ausbruch von Alzheimer um bis zu sechs Jahre verzögern. Eine Studie mit knapp 2.000 Teilnehmern bestätigt den schützenden Effekt der kognitiven Reserve.

Eine neue Studie zeigt: Geistige Aktivität schützt das Gehirn. Wer regelmäßig liest, schreibt oder Sprachen lernt, kann sein Alzheimer-Risiko um fast 40 Prozent senken und den Ausbruch der Krankheit um bis zu sechs Jahre verzögern. Das ergab eine Untersuchung mit knapp 2.000 Teilnehmern, die jetzt im Fachjournal „Neurology“ veröffentlicht wurde.

Ein Gewinn von sechs gesunden Jahren

Die Zahlen sind beeindruckend. In der Gruppe mit der höchsten geistigen Aktivität erkrankten nur 21 Prozent der Teilnehmer an Alzheimer. In der Vergleichsgruppe mit geringer Anregung waren es 34 Prozent. Noch deutlicher wird der Effekt beim Erkrankungsalter: Die geistig Aktiven bekamen die Diagnose im Schnitt erst mit 94 Jahren, die andere Gruppe bereits mit 88. Das sind sechs zusätzliche Jahre kognitiver Gesundheit.

Doch wie funktioniert dieser Schutz? Die Antwort liegt im Konzept der „kognitiven Reserve“. Jede Herausforderung für den Geist – vom Bücherlesen bis zum Museumsbesuch – stärkt die neuronalen Netzwerke. Diese gestärkte Widerstandskraft hilft dem Gehirn, altersbedingte Schäden besser zu kompensieren.

Schon einfache Gewohnheiten schützen

Die gute Nachricht: Es muss kein Hochleistungs-Denksport sein. Die in der Studie als schützend identifizierten Tätigkeiten sind alltagstauglich. Dazu zählen:
* Regelmäßiges Lesen von Büchern, Zeitungen oder Zeitschriften
* Schreiben, etwa in Tagebüchern oder Briefen
* Das Erlernen einer neuen Fremdsprache

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Die Basis für diese schützende Reserve wird oft schon in der Kindheit gelegt. Ein Umfeld, das Bildung und den Zugang zu Büchern fördert, investiert direkt in die langfristige Gehirngesundheit.

Die drei Säulen des gehirngesunden Lebens

Experten betonen: Geistige Fitness ist nur eine Säule. Ein umfassender Lebensstil potenziert den Effekt.

Bewegung ist Hirntraining. Schon kurze, intensive Aktivität verbessert die Gehirngesundheit bei Älteren signifikant. Regelmäßiger Sport fördert die Durchblutung, unterstützt die Bildung neuer Nervenzellen und bremst Entzündungen.

Ernährung unter der Lupe. Bestimmte Nährstoffe rücken in den Fokus. So wird etwa Ergothionein aus Pilzen wie Shiitake auf sein Potenzial zur Verlangsamung der Hirnalterung untersucht. Auch die Aminosäure Taurin steht im Verdacht, Aufmerksamkeit und Gedächtnis positiv zu beeinflussen.

Sozialkontakte als Stimulus. Der Mensch ist ein soziales Wesen – und Austausch fordert das Gehirn. Aktivitäten wie das Singen im Chor kombinieren kognitive Anforderung mit sozialer Einbindung und zeigen messbare Vorteile.

Risikofaktoren im Blick behalten

Zur Vorsorge gehört auch das Management bekannter Gesundheitsrisiken. Chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und hohe Cholesterinwerte können die Blutgefäße im Gehirn schädigen und das Demenzrisiko erhöhen. Ihre Kontrolle ist daher entscheidend.

Die Forschung richtet ihren Blick zudem verstärkt auf das Immunsystem und chronische Entzündungsprozesse, die neurodegenerative Erkrankungen vorantreiben können. Ebenfalls anerkannt ist die Schlüsselrolle von erholsamem Schlaf für die Gedächtniskonsolidierung und die „Reinigung“ des Gehirns.

Prävention bleibt die wirksamste Waffe

Die Studie unterstreicht eine ermutigende Erkenntnis: Kognitiver Abbau ist kein unausweichliches Schicksal. Individuelle Lebensstilentscheidungen über Jahrzehnte hinweg haben maßgeblichen Einfluss. Während die Forschung an medikamentösen Therapien weitergeht, bleibt die Prävention der effektivste Ansatz.

Die Botschaft für jeden Einzelnen ist klar. Ein aktives, sozial eingebundenes und gesundheitsbewusstes Leben ist die beste Investition in eine geistig fitte Zukunft. Der erste Schritt kann so einfach sein wie das Aufschlagen eines neuen Buches.

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