Studie, Gesunder

Studie: Gesunder Lebensstil senkt Demenzrisiko deutlich

26.02.2026 - 02:09:30 | boerse-global.de

Eine große Langzeitstudie belegt, dass eine gemüsereiche Ernährung und regelmäßige Bewegung den geistigen Verfall im Alter wirksam verlangsamen können.

Eine große US-Langzeitstudie liefert neue, überzeugende Beweise: Eine gesunde Ernährung kann den kognitiven Abbau im Alter wirksam bremsen. Die Ergebnisse unterstreichen, was Experten schon länger betonen – bis zu 45 Prozent aller Demenzfälle wären vermeidbar oder verzögerbar.

Ernährung als Schlüssel gegen den geistigen Abbau

Im Zentrum steht eine Analyse der Daten von rund 160.000 US-Amerikanern. Über Jahre hinweg wurden deren Essgewohnheiten und geistige Fitness erfasst. Das Ergebnis ist eindeutig: Eine Ernährung, die reich an Gemüse und arm an stark verarbeiteten Lebensmitteln ist, wirkt dem kognitiven Verfall entgegen. Die Studie isolierte den Effekt der Ernährung präzise, indem sie andere Faktoren wie Sport oder sozialen Status herausrechnete. Eine frühzeitige Umstellung auf gesündere Kost zeigt dabei die größte Wirkung.

Bewegung schützt das Gehirn aktiv

Neben der Ernährung ist regelmäßige körperliche Aktivität ein zentraler Schutzfaktor. Schon moderate Bewegung hilft. Optimal sind knapp 10.000 Schritte täglich, wobei zügiges Gehen von 30 Minuten besonders vorteilhaft ist. Warum? Bewegung fördert die Durchblutung und schützt so die Nervenzellen. Sie kann sogar dabei helfen, schädliche Proteinablagerungen im Gehirn abzutransportieren.

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Geist und Sozialleben trainieren

Auch ein aktiver Geist und ein reges Sozialleben bauen ein Schutzschild für das Gehirn auf. Lebenslanges Lernen schafft eine „kognitive Reserve“. Diese hilft dem Gehirn, altersbedingte Schäden besser zu kompensieren. Soziale Kontakte sind ebenso wichtig: Eine Studie zeigte, dass häufige Treffen mit Freunden das Demenzrisiko um bis zu 38 Prozent senken können. Soziale Aktivität stärkt neuronale Netzwerke und macht das Gehirn widerstandsfähiger.

Prävention wird immer wichtiger

Während die Forschung nach Heilmitteln sucht, rückt die Vorbeugung immer mehr in den Fokus. Die neuen Daten bestätigen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Analysen gehen davon aus, dass die Modifikation von zwölf Risikofaktoren – darunter Bluthochdruck, Hörverlust und Bewegungsmangel – bis zu 40 Prozent der Demenzfälle verhindern könnte. Die aktuelle Studie zur Ernährung liefert dafür ein weiteres starkes Argument.

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Die Zukunft ist personalisiert

Der nächste Schritt sind maßgeschneiderte Präventionskonzepte. Die Forschung untersucht, wie genetische Veranlagung und Lebensstil zusammenspielen, um individuelle Empfehlungen zu geben. Gleichzeitig schreitet die Früherkennung voran, etwa durch Bluttests. Für jeden Einzelnen bleibt die Botschaft klar: Ein gesunder, aktiver Lebensstil ist die wirksamste Methode, um das eigene Demenzrisiko aktiv zu senken.

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